Trickbetrug in Magdeburg: Falsche Polizisten erbeuten Goldringe von 88-Jähriger

(Symbolbild)

In Magdeburg ist eine 88-jährige Frau Opfer von Trickbetrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben. Gegen 10:30 Uhr erhielt die Bewohnerin der Hohepfortestraße mehrere Anrufe von einem Mann, der vorgab, ein Polizeibeamter zu sein.

Der Anrufer behauptete gegenüber der Seniorin, dass ihre Wohnung demnächst ausgeraubt werden könnte. Um einen vermeintlichen Vermögensschaden abzuwenden, forderte er sie auf, Bargeld und Wertgegenstände zur Eigentumssicherung an einen angeblichen Polizeibeamten zu übergeben. Die 88-Jährige folgte der Anweisung und deponierte zwei Goldringe in einem Briefumschlag vor der Haustür des Mehrfamilienhauses.

Gegen 13:00 Uhr erschien ein Mann an der Adresse und gab an, ehrenamtlich für die Polizei zu arbeiten. Er nahm den Briefumschlag mit den Goldringen an sich und entfernte sich in unbekannte Richtung.

Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht

Der Mann, der die Goldringe abholen kam, konnte von der 88-Jährigen beschrieben werden. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zum Täter geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0391/546-3295 im Polizeirevier Magdeburg zu melden.

Die Polizei weist darauf hin, dass ältere Menschen besonders häufig im Fokus solcher Betrüger stehen. Deshalb appelliert sie an Angehörige, ihre Mitmenschen auf diese Betrugsmaschen aufmerksam zu machen.

So arbeiten die Betrüger

Betrüger, die sich als Polizisten oder Amtsträger ausgeben, setzen verschiedene Methoden ein: An der Haustür zeigen sie gefälschte Dienstausweise vor, um sich Zutritt zu verschaffen und Schmuck oder Bargeld zu stehlen. Per Post oder E-Mail verschicken sie gefälschte Haftbefehle mit der Forderung, Geldstrafen zu zahlen, sonst drohe Inhaftierung.

Am Telefon versuchen Betrüger ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, Geld und Wertgegenstände an einen angeblichen Polizisten zu übergeben. Sie behaupten häufig, dass Ersparnisse zuhause oder auf der Bank nicht sicher seien oder untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik: Bei ihren Anrufen erscheint auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer. In manchen Fällen ist die Rufnummer auch unterdrückt.

Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle wenden und Anzeige erstatten. Weitere Informationen zum Thema finden sich unter https://polizei-beratung.extrapol.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 2.140 Betrugsfällen in Magdeburg konnte die Polizei 2025 1.418 aufklären, das sind 66,3 Prozent. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie das Land, wo 67,9 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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