Nach zwei Raubüberfällen in Troisdorf sitzt ein 20-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Die Polizei geht davon aus, dass er für weitere Taten verantwortlich sein könnte und bittet mögliche weitere Geschädigte, sich zu melden.
Am Freitagmorgen (01.05.2026) betrat der zunächst unbekannte Tatverdächtige gegen 9.40 Uhr den Verkaufsraum einer Tankstelle an der Moselstraße in Troisdorf. Er ging zu der anwesenden Angestellten und forderte vehement die Herausgabe von Bargeld. Dabei hielt er eine Hand in seiner Jacke verborgen, wodurch bei der Mitarbeiterin der Eindruck entstand, der Täter könne bewaffnet sein.
Nachdem die Geschädigte einen geringen Bargeldbetrag ausgehändigt hatte, griff der Tatverdächtige selbst in die geöffnete Kasse, entnahm weitere Geldscheine und flüchtete mit einem dreistelligen Bargeldbetrag vom Tatort.
Bei den eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte der 20-jährige Troisdorfer vorläufig festgenommen werden. Nach Abschluss erster polizeilicher Ermittlungen und nachdem Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden, wurde er aufgrund fehlender Haftgründe zunächst wieder entlassen.
Am Sonntagabend (03.05.2026) kam es gegen 23.00 Uhr in einem Restaurant an der Hippolytusstraße in Troisdorf zu einem weiteren ähnlich gelagerten Vorfall. Eine männliche Person betrat das Lokal und forderte von einem Mitarbeiter die Tageseinnahmen. Auch hierbei hielt der Tatverdächtige seine rechte Hand in der Jackentasche verborgen, sodass der Geschädigte befürchtete, der Mann könne eine Pistole mitführen. Der Mitarbeiter verweigerte jedoch die Herausgabe von Bargeld. Daraufhin flüchtete der Täter ohne Beute.
Bei den kriminalpolizeilichen Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise, dass der bereits wegen Raubdelikten polizeibekannte 20-jährige Troisdorfer auch in diesem Fall dringend tatverdächtig ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn wurde durch das Amtsgericht Siegburg Haftbefehl gegen den jungen Mann erlassen.
Ermittler der Kriminalpolizei konnten den Beschuldigten kurze Zeit später an seiner Wohnanschrift in Troisdorf antreffen und festnehmen. Anschließend wurde er dem Haftrichter beim Amtsgericht Siegburg vorgeführt.
Die Polizei prüft derzeit, ob der Beschuldigte für weitere ähnlich gelagerte Straftaten verantwortlich ist. Insbesondere Fälle, bei denen ein Täter unter Vorhalt einer vermeintlichen Waffe – etwa durch das Verbergen der Hand in einer Jackentasche – Bargeld gefordert hat, stehen im Fokus der Ermittlungen.
Mögliche weitere Geschädigte oder Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02241 541-3221 zu melden.