US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea erheblich zurückfahren. Auf seiner Plattform „Truth Social“ begründete Trump die Entscheidung damit, dass die Übungen nicht nur kostspielig seien, sondern auch ein „völlig unangemessenes und feindseliges Signal“ an ein Land sendeten, das sich unter seiner Präsidentschaft „nicht bedrohlich und respektvoll“ verhalten habe.
Trumps Schritt steht in direktem Zusammenhang mit seinen guten Beziehungen zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Wegen dieser Verbindung erklärt sich Trump unzufrieden mit der langjährigen amerikanischen Beteiligung an den Militärübungen mit dem südlichen Nachbarn Nordkoreas. Er hat Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen, die Übungen erheblich zu reduzieren. Eine vollständige Absage sei zu spät, sagte Trump.
Die bislang geplanten Übungen sollten elf Tage andauern und 18.000 südkoreanische Soldaten einbeziehen. Ihr Zweck war es, die Einsatzbereitschaft gegen nordkoreanische Bedrohungen zu stärken.
Gleichzeitig kritisierte Trump Südkorea scharf. Nach eigenen Angaben fragte er den südkoreanischen Präsidenten kürzlich, ob sich das Land an der „Denuklearisierung“ des Iran beteiligen wolle. Südkorea lehnte dies den Angaben zufolge ab. Trump betonte allerdings, dass diese Ablehnung nichts mit seiner jetzigen Entscheidung zur Reduktion der Militärübungen zu tun habe.
Nordkorea hatte zuvor mit unbestimmten, harten Maßnahmen gegen die USA und Südkorea gedroht. Das Land bezeichnete die geplanten Übungen als „Generalprobe für einen aggressiven Krieg“, die die Instabilität in der Region verstärke.
Autor: dts Nachrichtenagentur