UN-Tag der Friedenstruppen: Ehrung für gefallene Blauhelm-Soldaten weltweit

(Symbolbild)

Heute, am 26. Mai, begehen die Vereinten Nationen den Internationalen Tag der Friedenstruppen (International Day of United Nations Peacekeepers). Dieser offizielle UN-Gedenktag wurde 2002 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen, um die Leistungen der UN-Friedenstruppen zu würdigen und der gefallenen Blauhelm-Soldaten zu gedenken.

Das Datum wurde bewusst gewählt: Am 26. Mai 1948 begann die erste UN-Friedensmission in Nahost – die United Nations Truce Supervision Organization (UNTSO) zur Überwachung des Waffenstillstands zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten. Seitdem haben UN-Friedenstruppen in über 70 Missionen weltweit gedient.

Die UN-Friedenstruppen, erkennbar an ihren charakteristischen blauen Helmen oder Baretts, haben den Auftrag, Frieden zu sichern, Zivilisten zu schützen und beim Wiederaufbau nach Konflikten zu helfen. Seit 1948 haben über eine Million Männer und Frauen aus 125 Ländern in UN-Friedensmissionen gedient. Dabei kamen mehr als 4.200 Friedenssoldaten ums Leben – ein trauriger Tribut für den Weltfrieden.

Aktuell sind rund 87.000 Friedenstruppen aus 121 Ländern in 12 aktiven UN-Friedensmissionen im Einsatz, hauptsächlich in Afrika und im Nahen Osten. Die größten Missionen finden derzeit in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO), Mali (MINUSMA) und dem Südsudan (UNMISS) statt. Deutschland trägt mit über 270 Millionen Euro jährlich etwa 6,4 Prozent zum UN-Friedensbudget bei.

Der Gedenktag wird traditionell mit Kranzniederlegungen am UN-Hauptquartier in New York begangen, wo die Namen aller gefallenen Friedenstruppen verlesen werden. In den Herkunftsländern der Blauhelme finden Gedenkzeremonien und Auszeichnungsveranstaltungen statt. Die UN nutzt den Tag auch, um auf aktuelle Herausforderungen der Friedenssicherung aufmerksam zu machen und für mehr internationale Unterstützung zu werben.

Weitere Gedenktage am 26. Mai: In Georgien wird der Tag der Unabhängigkeit gefeiert, der an die Ausrufung der ersten georgischen Republik 1918 erinnert. Außerdem ist heute der Welttag der Olivenbäume, der von der UNESCO ausgerufen wurde, um die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Olivenbaums zu würdigen.