Die Demokraten haben nach den Zwischenwahlen in den USA einen großen Erfolg eingefahren: Sie übernehmen die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Das prognostiziert der US-Nachrichtensender CNN. Der Analysedienst „Decision Desk“ hatte sich bereits vorher sicher dieser Entwicklung. Auch im Senat deutet alles auf eine demokratische Mehrheit hin.
Bei der Wahl standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus zur Abstimmung, im Senat waren 35 der insgesamt 100 Sitze umkämpft. Parallel dazu wählten die Amerikaner in 36 Bundesstaaten und drei US-Territorien insgesamt 39 Gouverneure. Hinzu kamen zahlreiche regionale und lokale Wahlen.
Der Wahlkampf wurde vor allem von der anhaltenden Inflation geprägt. Die Preise für Benzin, Lebensmittel und Gesundheitsversorgung waren in den letzten Monaten kräftig gestiegen. Weitere zentrale Wahlkampfthemen waren Korruption, soziale Ungleichheit, die Entwicklung der Demokratie, staatliche Überwachung und die umstrittene Außenpolitik der Trump-Regierung. Auch der zunehmende Einfluss künstlicher Intelligenz spielte eine Rolle – insbesondere mögliche Arbeitsplatzverluste durch KI, der Bau großer Rechenzentren und deren Umweltfolgen führten zu Kritik.
US-Präsident Donald Trump hatte im Vorfeld versucht, die Chancen der Republikaner durch eine Neuziehung von Wahlkreisgrenzen in mehreren Bundesstaaten zu verbessern. Dieses Vorhaben scheiterte aber vielerorts komplett. Außerdem versprach Trump jedem erwachsenen Amerikaner 5.000 US-Dollar, falls die Republikaner beide Kammern des Kongresses gewinnen würden. Die geschätzten Kosten dieses Vorhabens hätten bei rund 1,25 Billionen US-Dollar gelegen.
Autor: dts Nachrichtenagentur