Ein Richter im US-Bundesstaat New Mexiko hat am Mittwoch Meta, den Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Whatsapp, zu einer Milliardenstrafe verurteilt. Der Konzern muss 25 Milliarden Dollar zahlen.
Eine Geschworenen-Jury hatte den Social-Media-Anbieter im September für schuldig befunden, die Bürger des Bundesstaates darüber getäuscht zu haben, wie das Unternehmen Nutzerdaten sammelt und schützt. Meta habe mehr als 43 Millionen Verstöße gegen das Gesetz des Bundesstaates gegen unlautere Geschäftspraktiken begangen, so die Jury.
Der Richter begründete die Höhe der Strafe in seiner Entscheidung ausführlich: „Die außergewöhnlich hohe Zahl der von der Jury festgestellten vorsätzlichen Verstöße, die Dauer und Wiederholung des Verhaltens, die Bandbreite der Themen, bei denen Verstöße auftraten, die Beteiligung der Facebook-Führungsspitze, die Größe der erreichten Zielgruppe in New Mexico sowie der aus den Prozessakten hervorgehende eindeutig vorsätzliche und systematische Charakter der wiederholten Falschangaben von Facebook rechtfertigen die höchstmögliche Strafe, die nach dem New Mexico Unfair Practices Act zulässig ist – 5.000 US-Dollar pro von der Jury festgestelltem Verstoß.“
Bei 43 Millionen Verstößen wäre theoretisch eine Strafe in Höhe von 215 Milliarden Dollar möglich gewesen. Der Richter setzte die tatsächliche Strafe jedoch auf 25 Milliarden Dollar fest.
Hintergrund des Verfahrens ist der Cambridge-Analytica-Skandal. Dem politischen Beratungsunternehmen wird vorgeworfen, Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung erhalten zu haben. Die Dienste von Cambridge Analytica sollen im Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump und beim Brexit-Referendum für zielgerichtete Werbung genutzt worden sein.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur