Am Freitagabend hat sich am Bahnhof in Parchim ein versuchter schwerer Raub ereignet. Ein 22-jähriger Mann wurde dabei mit einem Messer an der Hand und am Arm verletzt.
Der junge Mann wollte gegen 22:30 Uhr mit dem Zug nach Hause fahren. Auf dem Weg zum Bahnsteig kamen ihm zwei unbekannte Männer entgegen, die sein Fahrrad entwenden wollten. Einer der Verdächtigen ergriff den Fahrradrahmen. Als sich der 22-Jährige wehrte, zog einer der Unbekannten ein Messer und verletzte ihn damit. Dem jungen Mann gelang es, sich in Sicherheit zu bringen und mit seinem Fahrrad in den wartenden Zug zu flüchten.
Nach seiner Ankunft zu Hause verständigte ein Familienangehöriger die Polizei und den Rettungsdienst. Der 22-Jährige wurde mit einem Rettungswagen zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus nach Schwerin gebracht.
Die sofort eingesetzten Polizisten konnten die beiden Verdächtigen weder am Bahnhof noch in der näheren Umgebung finden. Es ist nicht auszuschließen, dass einer der Männer ebenfalls in den Zug gestiegen ist.
Die Verdächtigen werden wie folgt beschrieben: Der erste Mann trug eine dunkelblaue Jeanshose und einen roten Pullover. Der zweite war mit einer grauen Jogginghose und einem roten Pullover mit schwarzem Nike-Aufdruck bekleidet.
Der Kriminaldauerdienst sicherte Spuren am Tatort. An den betreffenden Bahnsteigen wurden Blutspuren festgestellt, die möglicherweise mit der Tat zusammenhängen. Die Bundespolizei sicherte zudem Videoaufzeichnungen aus dem Zug, die derzeit ausgewertet werden.
Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht
Die Polizei sucht Zeugen, die am Freitagabend gegen 22:30 Uhr Beobachtungen am Bahnhof Parchim oder in der näheren Umgebung gemacht haben. Insbesondere werden Personen gesucht, die den Vorfall beobachtet haben und Hinweise zu den beschriebenen Männern geben können.
Hinweise nimmt die Polizei in Parchim unter der Telefonnummer 03871 600 224, über die Onlinewache der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern unter www.polizei.mvnet.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Die Kriminalstatistik fasst gefährliche und schwere Körperverletzungen zu einer Gruppe zusammen. Von 315 gefährlichen und schweren Körperverletzungen im Landkreis Ludwigslust-Parchim konnte die Polizei 2025 276 aufklären, das sind 87,6 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 85,3 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 80,5 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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