Vier Rumänen wegen Containeraufbrüchen in Niederbayern in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Vier rumänische Staatsbürger sind nach einer Serie von Containeraufbrüchen in Niederbayern in Untersuchungshaft genommen worden. Die Männer im Alter von 28, 29, 30 und 34 Jahren stehen im Verdacht des schweren Bandendiebstahls und wurden am 28. April vom Amtsgericht Regensburg in verschiedene bayerische Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Der konkrete Fall ereignete sich am 27. April 2026 gegen 2 Uhr morgens in der Industriestraße in Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen. Drei Männer betraten das Firmengelände, brachen mehrere Baucontainer auf und entwendeten zunächst eine Flex. Anschließend wurden sie von einem Fahrzeug aufgenommen. Gegen 3.20 Uhr kehrten das Fahrzeug und die drei Personen erneut zurück und räumten bereits bereit gelegtes Diebesgut in das Auto.

Ein Mitarbeiter der betroffenen Firma bemerkte die Aufbrüche erst gegen 14 Uhr am selben Tag und informierte die Polizei Bogen. Durch intensive Ermittlungen konnte das Tatfahrzeug gegen 17.30 Uhr im Bereich Hunderdorf festgestellt werden. Die vier Insassen wurden vorläufig festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing und die Kriminalpolizeiinspektion Straubing haben die Ermittlungen übernommen. Nach der Vorführung am Amtsgericht wurden die beantragten Untersuchungshaftbefehle wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in Vollzug gesetzt.

Der Fall steht im Zusammenhang mit einer größeren Serie von Containeraufbrüchen in der Region. Seit etwa Mitte März 2026 kam es in den Landkreisen Straubing-Bogen, Landshut, Dingolfing-Landau, Deggendorf sowie Kelheim zu knapp 30 gewaltsamen Aufbrüchen beziehungsweise Aufbruchsversuchen von Baucontainern. Die Täter erbeuteten zum Teil hochwertige Maschinen und Werkzeuge. Der Gesamtschaden bewegt sich nach derzeitigen Schätzungen im unteren sechsstelligen Eurobereich.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand nutzen die Täter Fahrzeuge zum Abtransport des Diebesgutes und sind meist mit mehreren Personen unterwegs. Ob die bislang bekannten Fälle in einem Zusammenhang stehen und ob die vier festgenommenen Rumänen für weitere Taten in Betracht kommen, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei führt akribische Tatortarbeit durch und wertet Spuren aus.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Bei verdächtigen Wahrnehmungen im Bereich von Containerlagern sollen sich Zeugen bei der örtlichen Polizei oder unter der Notrufnummer 110 melden.

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