Eine 90-Jährige aus Waldbröl ist am 21. September gegen 20 Uhr Opfer eines Schockanrufs geworden. Die Anruferin behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen Autounfall verursacht, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Das Geld für eine Operation sei dringend nötig.
Kurz darauf meldete sich am Telefon eine Frau schreiend und weinend – angeblich die Tochter. Dann teilte die Anruferin mit, dass ein Polizeibeamter das Geld abholen würde.
Gegen Mitternacht erschien der vermeintliche Beamte in der Kreuzstraße. Die 90-Jährige übergab ihm einen hohen vierstelligen Geldbetrag. Erst nach der Geldübergabe kamen der Seniorin Zweifel. Sie rief ihre Tochter an – und erfuhr, dass es kein Unglück gegeben hatte. Sie verständigte daraufhin die Polizei.
Der Mann, der das Geld abholte, ist jung und männlich. Er ist etwa 1,70 Meter groß, hat kurze dunkelblonde Haare und ein rundes Gesicht. Er war dunkel gekleidet. Der Tatort liegt im Bereich Bielsteiner-Bahn-Straße/Kreuzstraße/Bahnhofstraße.
Die Kriminalpolizei Gummersbach sucht Zeugen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de.
Die Polizei warnt: Telefonbetrüger mit dieser Masche sind erfolgreich, weil sie Angst schüren. Im Verdachtsfall sollte man sofort bei dem betreffenden Familienmitglied unter einer bekannten Telefonnummer anrufen und nachfragen, bevor man Geld oder Wertsachen herausgibt. Wer zur Geldübergabe aufgefordert wird, kann sicher sein, dass der Anrufer betrügerische Absichten hat. Das Richtige in diesem Fall: Telefon auflegen und die Polizei anrufen.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 1.275 Betrugsfällen im Oberbergischen Kreis konnte die Polizei 2025 761 aufklären, das sind 59,7 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 59,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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