Das Wetter in München: Hochsommer ohne Gewitter – stabile Hitze bis Samstag, Sonntag erste Signale

Stand 17:06 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in München kein Gewitterrisiko. Der heutige Freitag bleibt bis in die Nacht hinein vollständig stabil und trocken. Der Instabilitäts-Index liegt bei 0 von 10 – das ist meteorologisch gesehen eine glatte Nulllage, keinerlei konvektives Potenzial. Temperaturen gehen bis Mitternacht gemächlich auf rund 20 °C zurück, der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen mit Böen um 22 km/h. Weder Gewitter noch Starkregen sind bis Samstagfrüh zu erwarten. Wer heute Abend draußen sitzt, kann das völlig entspannt tun.

Der Grund für die anhaltende Ruhe liegt in der außergewöhnlich trockenen Luftmasse über dem Alpenvorland. Die Temperaturdifferenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt beträgt heute 17,4 Grad Celsius – ein sehr hoher Wert, der zeigt, wie weit die Luft von Sättigung entfernt ist. Erst ab einer Differenz unter 7 Grad Celsius wird es für Gewitterentwicklung kritisch, weil dann genug Feuchtigkeit für aufsteigende Luftmassen zur Verfügung steht. Zudem gibt es keine nennenswerte Windscherung – also keinen Unterschied in Windgeschwindigkeit oder -richtung zwischen bodennahen und höheren Luftschichten – die Voraussetzung für organisierte, kräftige Gewittersysteme wäre. Der Luftdruck bleibt stabil, kein dynamischer Antrieb von oben. Kurzum: Die Atmosphäre zeigt heute keinerlei Anstalten zur Instabilität.

Samstag, 15. August, bringt ebenfalls Hochsommerwetter mit erneut bis zu 33 Grad. Der Instabilitäts-Index steigt leicht auf 2 von 10 – das Risiko bleibt damit im klar niedrigen Bereich, und die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei lediglich 2 Prozent. Dennoch: Die Taupunktdifferenz sinkt minimal auf 17,1 Grad, die Luftfeuchte klettert auf 50 Prozent – der erste, noch schwache Fingerzeig in Richtung einer langsam feuchter werdenden Luftmasse. Spürbare Änderungen bringt erst der Sonntag: Die Höchsttemperatur fällt auf 28 Grad, die Taupunktdifferenz sinkt deutlich auf 11,5 Grad, und die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 34 Prozent bei 3,2 mm prognostiziertem Regen. Das deutet auf einen Systemwechsel hin – wahrscheinlich Schichtbewölkung mit gelegentlichem Landregen, weniger auf klassische Sommergewitter, da der Instabilitäts-Index trotzdem bei 0 verbleibt. Montag folgt dann mit Regen, gesunkener Temperatur und einem Instabilitäts-Index von 3 bei sehr engem Taupunktabstand von nur 4,6 Grad – hier könnte sich vereinzelt schwache Konvektion entwickeln, ein ernstes Gewitterereignis ist aber auch dann nicht zu erwarten.

Auch wenn heute und morgen keinerlei Warnstufe gilt, lohnt es sich grundsätzlich, die typischen Vorwarnzeichen im Blick zu behalten – besonders ab Sonntag, wenn die Atmosphäre feuchter wird: Achten Sie auf rasch aufziehende dunkle Quellwolken im Südwesten, spürbare Windböen aus wechselnden Richtungen sowie einen plötzlichen Temperaturrückgang von mehreren Grad innerhalb von Minuten. Diese Kombination signalisiert herannahende Konvektion. Für Wassersportler am Starnberger See oder Ammersee gilt ab Sonntagnachmittag erhöhte Aufmerksamkeit – bei steigender Bewölkung frühzeitig ans Ufer zurückkehren. Wer Radtouren oder Outdoor-Veranstaltungen für das Wochenende plant, kann den Freitag und Samstag uneingeschränkt nutzen; für Sonntag empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Warnungen der Unwetterzentrale Deutschland vor dem Start.