Eine 36-jährige Frau aus Rotenberg ist am vergangenen Wochenende Opfer eines WhatsApp-Betrugs geworden. Betrüger hatten den Account einer Bekannten gekapert und nutzten ihn, um die Frau zur Geldüberweisung zu bewegen.
Die 36-Jährige erhielt über WhatsApp eine Nachricht, die angeblich von einer guten Freundin stammte. Darin bat die vermeintliche Freundin um Unterstützung und forderte sie auf, knapp 1.000 Euro auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Weil die 36-Jährige ihrer Freundin helfen wollte, kam sie der Bitte nach und überwies das Geld.
Erst danach stellte sich heraus, dass die Nachricht nicht wirklich von ihrer Freundin stammte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten sich die Täter Zugriff auf deren WhatsApp-Account verschafft und anschließend Nachrichten an Kontakte der Frau versandt.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche über Messenger-Dienste und gibt folgende Tipps: Seien Sie misstrauisch, wenn Freunde oder Angehörige plötzlich um Geld bitten, besonders bei Überweisungen auf unbekannte oder ausländische Konten. Vergewissern Sie sich, dass die Nachricht tatsächlich von der betreffenden Person stammt, indem Sie diese unter ihrer bekannten Telefonnummer anrufen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen – Betrüger nutzen vermeintliche Notlagen, um schnelle Zahlungen zu erzwingen. Überweisen Sie kein Geld, bevor Sie die Identität des Absenders zweifelsfrei überprüft haben.
Zur Sicherung des eigenen Accounts empfiehlt die Polizei, die Zwei-Schritt-Verifizierung bei WhatsApp zu aktivieren und niemals Verifizierungscodes oder andere Zugangsdaten an Dritte weiterzugeben. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte unverzüglich seine Bank kontaktieren und versuchen, die Überweisung zu stoppen oder zurückzuholen. Auch eine Anzeige bei der Polizei ist wichtig.
Die Polizei betont: Eine Nachricht über WhatsApp ist kein sicherer Beleg dafür, dass sie wirklich von der angegebenen Person stammt. Gerade bei Geldforderungen sollte immer ein zweiter Kommunikationsweg genutzt werden, um die Anfrage zu überprüfen.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Baden-Württemberg um 9,1 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 74.294 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 66,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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