In Wittenberg haben sich in den letzten beiden Tagen mehrere Straftaten und Verkehrsunfälle ereignet. Im Mittelpunkt standen ein raffinierter Betrug zum Nachteil einer 85-jährigen Seniorin, ein Diebstahl aus einer Garage sowie ein Werkstattbrand, der sich erneut entzündete.
Betrug durch vermeintliche Bankerin
Am 20. Juli gegen 20 Uhr meldete sich bei einer 85-jährigen Wittenbergerin eine Frau als Sparkassenmitarbeiterin namens Schmidt. Im Gespräch gelang es der Betrügerin, vertrauliche Informationen aus der Seniorin herauszulocken. Etwa 20 Minuten später erschien ein unbekannter Mann an der Wohnung der Frau. Er gab vor, dass es sich um Falschgeld handeln würde, und brachte die Rentnerin dazu, ihm Bargeld im unteren vierstelligen Bereich zu übergeben. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Masche: Weder Polizisten noch echte Bankmitarbeiter rufen an und fordern die Herausgabe von Falschgeld oder vertrauliche Informationen. Wer solche Anrufe erhält oder am Telefon beziehungsweise an der Haustür nach Geld, Schmuck oder persönlichen Daten befragt wird, sollte sofort das Gespräch beenden, die Tür schließen und die Polizei anrufen. Die Wittenberger Polizei ist unter der Nummer 03491 / 4690 erreichbar.
Diebstahl aus Garage
Unbekannte Täter brachen in eine Garage am Krummer Weg in Wittenberg ein. Sie stahlen eine Tankpumpe, einen Kompressor und Ladekabel. Der Schaden liegt im unteren vierstelligen Bereich.
Werkstattbrand mit Folgebrand
Am 21. Juli wurde die Polizei gegen 12.19 Uhr über einen Brand in einer Werkstatt mit landwirtschaftlichem Fahrzeug in Jessen, Kleines Feld, informiert. In der Werkstatt lagerten mehrere landwirtschaftliche Geräte und eine Hebebühne. Ein großes Aufgebot von 62 Feuerwehrkameraden aus Jessen, Schweinitz, Annaburg, Ruhlsdorf, Grabo, Elster, Seyda, Klöden und Prettin rückte an und löschte das Feuer. Dabei öffnete die Feuerwehr das Dach zur Rauchabzug und Wärmeabführung. Der Schaden wird auf den unteren sechsstelligen Bereich geschätzt. Um 21.30 Uhr entzündete sich das Feuer am Brandort erneut. Die Feuerwehr Jessen entsandte 13 Kameraden, die das Feuer löschten. Ein zusätzlicher Schaden entstand dabei nicht. Die Kriminalpolizei des Polizeireviers Wittenberg untersucht die Brandursache. Ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen.
Zwei Wildunfälle
Am 21. Juli fuhr eine 24-jährige Skoda-Fahrerin gegen 23 Uhr auf der K 2011 von Schmilkendorf in Richtung Mochau. Ein Dachs kreuzte plötzlich die Fahrbahn von rechts nach links. Es kam zur Kollision; das Tier verendete am Unfallort.
Am 22. Juli fuhr ein 21-jähriger Skoda-Fahrer um 4.25 Uhr die B 187 von Coswig in Richtung Griebo. Ein Reh wechselte plötzlich von rechts nach links über die Fahrbahn. Trotz Gefahrenbremsung kam es zum Zusammenstoß. Das Reh verschwand danach in den angrenzenden Wald. Das Fahrzeug wurde so stark beschädigt, dass es nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste.
Cannabisgeruch führt zu Ordnungswidrigkeitsverfahren
Am 21. Juli kontrollierten Polizisten gegen 20.05 Uhr in der Gartenstraße in Gräfenhainichen einen Pkw-Fahrer. Sie rochen intensiven Cannabisgeruch aus dem Fahrzeug. Ein freiwilliger Drogentest vor Ort reagierte positiv auf Cannabinoide. Die Polizei ordnete eine Blutprobenentnahme an, leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und untersagte die Weiterfahrt für 24 Stunden. In der Fahrertür fanden die Beamten ein Einhandmesser, das sie sicherstellten. Der 18-jährige Fahrer erhielt eine weitere Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
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