Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst will derzeit nicht Bundeskanzler Friedrich Merz ablösen. Das Kanzleramt sei für ihn „aktuell keine Option“, sagte Wüst dem Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke-Mediengruppe am Dienstag.
Die Zusammenarbeit mit Merz funktioniere sehr gut, betonte Wüst. „Da wird oft von außen mehr hereingeheimnisst, als es ist“, erklärte der CDU-Politiker. „Wir sind unterschiedliche Typen, da liegen auch 20 Jahre zwischen, unterschiedliche Erfahrungshorizonte, aber wir arbeiten wirklich sehr ordentlich zusammen.“
Im Mai hatte es Spekulationen in der CDU gegeben, wonach Wüst im Rahmen eines „Kanzlertauschs“ Merz als Bundeskanzler ersetzen könnte. Wüst hatte diese Berichte damals als „Quatsch“ zurückgewiesen.
Allerdings lässt Wüst eine zukünftige Kandidatur offen. Eine mögliche Kanzlerkandidatur zu einem späteren Zeitpunkt schließe er nicht aus, bekräftigte er eine frühere Aussage. „Wenn man ein so großes Land regiert wie Nordrhein-Westfalen, in dem sich die Stärken und Herausforderungen Deutschlands in einer kleineren Variante eins zu eins widerspiegeln, dann sollte man nie ‚Nie, nie‘ sagen.“, sagte Wüst.
Autor: dts Nachrichtenagentur