Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Oktober 2026 verschlechtert. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) teilte am Dienstag in Mannheim mit, dass die Erwartungen mit 28,1 Zählern um 6,6 Punkte unter dem Vormonatswert liegen.
Bei der Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage zeigt sich dagegen ein positiveres Bild: Der Lageindikator für Deutschland kletterte um 11,2 Punkte nach oben und liegt nun bei -35,9 Punkten.
ZEW-Präsident Achim Wambach deutet auf die Widersprüche der wirtschaftlichen Entwicklung hin: „Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst. Privater Konsum und private Investitionen bleiben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten.“
Bei den einzelnen Wirtschaftsbranchen zeichnet sich zum Start des vierten Quartals ein gemischtes Bild ab. Die Banken verzeichneten einen starken Rückgang von 18,4 Punkten, die Versicherungen sanken um 9,0 Punkte. Trotzdem bleiben Banken mit 34,5 Punkten und Versicherungen mit 37,4 Punkten deutlich im positiven Bereich. Die Dienstleistungen verloren 6,8 Punkte gegenüber dem Vormonat, die Telekommunikation fiel um 8,2 Punkte. Besorgnis erregt die Verschlechterung der Aussichten für den privaten Konsum. Positive Impulse gehen dagegen von der Stahl- und Metallproduktion sowie der Elektrobranche aus.
Auch in der Eurozone trübte sich die Konjunkturstimmung im Oktober ein. Der Index fiel um 7,3 Punkte auf 18,5 Punkte. Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Eurozone blieb dagegen weitgehend unverändert bei -14,8 Punkten, ein Rückgang von lediglich 0,9 Punkten gegenüber September.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur