Zugbegleiter setzt Pfefferspray gegen filmenden Reisenden ein

(Symbolbild)

Ein Zugbegleiter hat am Dienstagnachmittag (05.05.2026) in einem Zug zwischen Munderkingen und Schelklingen Pfefferspray gegen einen Reisenden eingesetzt, nachdem dieser einen medizinischen Notfall gefilmt hatte. Die Bundespolizei sucht Zeugen für den Vorfall.

Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich gegen 16:45 Uhr während der Zugfahrt ein medizinischer Notfall bei einem Fahrgast. Während des Halts in Schelklingen filmte ein 47-jähriger Reisender mit türkischer Staatsangehörigkeit die Rettungsmaßnahmen mit seinem Mobiltelefon. Der 66-jährige Zugbegleiter deutscher Staatsangehörigkeit bemerkte dies und forderte den Mann auf, das Video zu löschen und aus dem Zug auszusteigen.

In der Folge entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung zwischen beiden Männern. Der 47-Jährige soll den Zugbegleiter beleidigt und sich unkooperativ verhalten haben, sodass sich der 66-Jährige bedroht fühlte. Daraufhin setzte der Zugbegleiter Pfefferspray gegen den Reisenden ein.

Alarmierte Polizistinnen und Polizisten der Landespolizei trafen alle Beteiligten vor Ort an und kontrollierten sie. Das Pfefferspray wurde sichergestellt. Die zuständige Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen und nimmt sachdienliche Hinweise zur Tat unter der Rufnummer +4971155049-1020 oder per E-Mail: bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de entgegen.

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