Zwei Männer wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Ein 58-Jähriger und ein 37-Jähriger sitzen seit Anfang September in Untersuchungshaft. Sie sollen zwei schwere Brände an Wohngebäuden gelegt haben – einmal im November 2025 in Böblingen und einmal im März 2026 in Weil im Schönbuch.

Nach akribischen Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg verdichten sich die Vorwürfe gegen den 58-Jährigen: Er soll am 11. November 2025 eine Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Brunnenstraße in Böblingen in Brand gesetzt haben. Ein lauter Knall bei der Verpuffung warnte alle Bewohnerinnen und Bewohner. Sie konnten das Gebäude unverletzt verlassen.

Der 37-Jährige soll nach Angaben der Ermittler von dem 58-Jährigen gegen Bezahlung beauftragt worden sein, am 29. März 2026 ein Wohnhaus im Jägerholzweg in Weil im Schönbuch anzuzünden. Auch hier konnte die Bewohnerin in Sicherheit gehen – ein Rauchmelder hatte sie gewarnt. Weil bei dieser Tat jemand hätte sterben können, wird der Fall als versuchter Mord behandelt.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg arbeitete bei den Ermittlungen mit der Bezirkskriminalinspektion Kiel zusammen. Anfang September konnten die beiden Männer vorläufig festgenommen werden. Am 3. und 4. September 2026 führte die Staatsanwaltschaft Stuttgart sie dem Haftrichter am Amtsgericht Stuttgart vor. Der Richter erließ gegen beide Haftbefehle wegen des dringenden Verdachts der schweren Brandstiftung und des versuchten Mordes. Beide Männer sitzen nun in Justizvollzugsanstalten ein. Beide haben kosovarische Staatsangehörigkeit.

Die Polizei ermittelt noch, welche Hintergründe die Taten haben und welches Motiv dahintersteckt.


Brandstiftungen im Landkreis Böblingen: der Vergleich mit Land und Bund

Im Landkreis Böblingen zählte die Polizei 2025 54 Brandstiftungen, das sind 14 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im restlichen Bundesland, wo 17 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 25.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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