13-Jähriger flieht vor Polizei auf E-Scooter – Widerstand und Verletzungen

(Symbolbild)

Münster – Ein 13-jähriger E-Scooter-Fahrer hat sich am Freitagabend einer Polizeikontrolle widersetzt und dabei mehrere Menschen verletzt. Die Beamten stoppten den Jugendlichen am 19. Juni kurz vor Mitternacht (23:48 Uhr) auf der Westfalenstraße, nachdem er ohne erforderliches Versicherungskennzeichen unterwegs war.

Der 13-Jährige fuhr in Schlangenlinien auf der Westfalenstraße in Richtung Hiltrup, als die Polizisten ihm deutliche Anhaltezeichen gaben. Statt zu stoppen, versuchte der Jugendliche zunächst zu flüchten. Erst als die Beamten seitlich vor seinen E-Scooter fuhren, bremste er abrupt ab – dabei stürzte er zu Boden. Unmittelbar nach dem Sturz unternahm der 13-Jährige einen zweiten Fluchtversuch.

Den Polizisten gelang es, den Jugendlichen festzuhalten, doch dieser wehrte sich massiv. Der Junge versuchte mehrfach, auf die Beamten einzuschlagen. Erst als Verstärkung eintraf, gelang es den Einsatzkräften, den Widerstand zu überwinden und den 13-Jährigen zu fixieren. Während des Transports zur Polizeiwache gab der Jugendliche schließlich sein Alter preis – bis dahin war den Beamten nicht klar, dass sie es mit einem Kind zu tun hatten. Seine Eltern wurden benachrichtigt und übernahmen ihn auf der Wache.

Bei der Auseinandersetzung erlitten zwei Polizisten sowie ein Zeuge, der den Beamten zu Hilfe geeilt war, leichte Verletzungen. Der E-Scooter wurde von der Polizei sichergestellt.

Die Münsteraner Polizei nutzt den Fall erneut, um auf die rechtlichen Bestimmungen hinzuweisen: E-Scooter dürfen erst ab 14 Jahren gefahren werden und müssen mit einem gültigen Versicherungskennzeichen ausgestattet sein.

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