16-Jähriger mit manipuliertem Krankenfahrstuhl bei Geschwindigkeitsmessung erwischt

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der B495 bei Hollnseht hat die Polizei einen 16-jährigen Jugendlichen mit einem manipulierten Krankenfahrstuhl erwischt. Der rote Suzuki war mit 92 km/h statt der erlaubten 70 km/h unterwegs.

Am vergangenen Samstag gegen 16:20 Uhr führten Polizisten des Kommissariats Hemmoor in dem bekannten Unfallschwerpunkt eine Geschwindigkeitsmessung durch. Dabei fiel ihnen der rote Kleinwagen auf, der deutlich zu schnell unterwegs war. Ein genauerer Blick auf das Fahrzeug brachte weitere Unregelmäßigkeiten zum Vorschein: Vorne war kein Kennzeichen angebracht, am Heck nur ein kleines Versicherungskennzeichen.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer erst 16 Jahre alt ist. Das Fahrzeug war offiziell als „Sonderkraftfahrzeug Krankenfahrstuhl“ zugelassen – eine Kategorie, die es Jugendlichen mit entsprechender Fahrerlaubnis erlaubt, solche Fahrzeuge zu fahren. Der Haken: Diese Fahrzeuge müssen technisch auf 25 km/h gedrosselt sein.

Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass das dafür vorgesehene Steuergerät überhaupt nicht angeschlossen war. Dadurch konnte der Suzuki seine volle Geschwindigkeit erreichen, obwohl er rechtlich als Krankenfahrstuhl galt.

Gegen den Jugendlichen wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei stellte die Fahrzeugschlüssel sicher.

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