Mit einem mutmaßlich getunten und nicht zugelassenen E-Scooter war ein 17-Jähriger am späten Montagabend, 13. Juli, in Bremerhaven-Leherheide unterwegs – und ist dabei vor der Polizei geflohen. Die Flucht endete mit einer Kollision und leichten Verletzungen für den jungen Fahrer.
Eine Streifenwagenbesatzung bemerkte das Elektrokleinstfahrzeug gegen 22.20 Uhr im Mecklenburger Weg, weil es kein Kennzeichen trug. Die Beamten forderten den Fahrer mehrfach über die Außenlautsprecher zum Anhalten auf – ohne Erfolg. Stattdessen drehte der 17-Jährige um und flüchtete in die entgegengesetzte Richtung sowie in Seitenstraßen.
Dabei erreichte der E-Scooter offenbar Geschwindigkeiten, die deutlich über das normale, bauartbedingte Tempo solcher Fahrzeuge hinausgingen. Die Polizisten versuchten mehrfach, den Streifenwagen so zu positionieren, dass der Fahrer anhalten musste, während sie ihn weiterhin per Lautsprecher zum Stoppen aufforderten. Schließlich stellte sich der Wagen mit Schritttempo in den Weg des Flüchtigen.
Der 17-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt bereits abgebremst und kollidierte leicht mit dem Polizeifahrzeug. Er stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Eine hinzugezogene Rettungswagenbesatzung und ein Notarzt versorgten ihn vor Ort. Nach kurzer Behandlung konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.
Beamte einer anderen Dienststelle nahmen die Unfallaufnahme vor. Bei einer ersten Überprüfung auf einem mobilen Rollenprüfstand bestätigte sich der Verdacht: Der E-Scooter könnte tatsächlich manipuliert worden sein. Nach ersten Erkenntnissen war das Fahrzeug nicht zugelassen; die Eigentumsverhältnisse sind ungeklärt. Die Polizei stellte den E-Scooter sicher. Die Ermittlungen laufen noch.