Die Krefelder Polizei hat am Dienstag, 21. Juli 2026, einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen und eine sogenannte Bunkerwohnung ausgehoben. Bei der Razzia stellten die Beamten große Mengen Cannabis und Kokain sicher.
Zivile Einsatzkräfte der Polizei hatten den 19-Jährigen stundenlang beobachtet, nachdem er in der Innenstadt verdächtige Verkaufshandlungen durchgeführt hatte. Den Beobachtern fiel auf, dass der Mann wiederholt die Breite Straße ansteuerte und dort ein Mehrfamilienhaus betrat. Gegen 20:15 Uhr griffen die Polizisten zu und stellten den Verdächtigen. Bei der Durchsuchung seiner Person fanden sie Bargeld in kleinen Scheinen, zwei Smartphones und etwa ein Gramm Kokain. Der 19-Jährige wurde festgenommen und in Gewahrsam gebracht.
Ein Richter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der verdächtigen Wohnung an. Dort machten die Beamten beachtliche Funde: rund 700 Gramm Cannabis, etwa acht Gramm Kokain, Verpackungsmaterial für Drogen und eine Feinwaage. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine speziell eingerichtete Bunkerwohnung, die ausschließlich zur Lagerung und zum Verpacken von Betäubungsmitteln genutzt wurde.
Am Mittwochmittag ordnete der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen den 19-Jährigen an. Das Polizeipräsidium Krefeld ermittelt weiter.
