Die Polizei Wuppertal und die Staatsanwaltschaft haben einen 20-jährigen Moldauer festgenommen, der im Zusammenhang mit einem Betrugfall gegen ein Seniorenpaar unter Verdacht steht. Der junge Mann wurde am 21. Juli gegen 16:40 Uhr im Stadtteil Uellendahl gefasst, nachdem er sich an einer geplanten Geldübergabe beteiligen wollte.
Am 17. Juli hatten Unbekannte ein 76-jähriges Ehepaar mit einer perfiden Masche um einen fünfstelligen Euro-Betrag betrogen. Die Betrüger gaben sich telefonisch als Bankmitarbeiter und Polizisten aus und kommunizierten zudem über einen Messenger-Dienst mit den Senioren. Die Täter drängten das Paar schließlich dazu, das Geld an seiner Wohnanschrift an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben.
Nachdem das Ehepaar den Betrug bemerkte, meldete es den Vorfall sofort der Polizei. In den folgenden Tagen versuchten die Betrüger mehrfach, per Anruf und Textnachrichten zu weiteren Zahlungen zu erpressen. Diese Versuche wurden jedoch durch die Polizei dokumentiert und führten letztlich zur Festnahme des 20-Jährigen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete ein Haftrichter Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen an. Nach bisherigen Erkenntnissen ist er jedoch nicht der Mann, der das Geld am 17. Juli persönlich an der Haustür abgeholt hat. Dieser Täter wird als circa 30 Jahre alt und 1,70 Meter groß beschrieben. Er hat eine stämmige Statur, trug zum Zeitpunkt der Tat dunkle Locken, ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose und dunkle Schuhe und sprach akzentfreies Deutsch.
Die Polizei Wuppertal bittet Zeugen und Hinweisgeber, die Angaben zur Tat oder zum gesuchten Täter vom 17. Juli machen können, sich unter der Telefonnummer 0202 / 284 0 zu melden.
Zum Schutz vor ähnlichen Betrügereien gibt die Polizei Wuppertal folgende Tipps: Bleiben Sie ruhig, auch wenn die Geschichte noch so dramatisch klingt. Legen Sie sofort auf, wenn Sie Zweifel haben, und rufen Sie selbst die 110 an. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Besprechen Sie verdächtige Anrufe mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, bevor Sie handeln. Geben Sie niemals Auskunft über persönliche oder finanzielle Verhältnisse am Telefon. Denken Sie daran: Die echte Polizei ruft Sie niemals über die Notrufnummer 110 an – das tun nur Betrüger. Auch nimmt die Polizei niemals Geld, Schmuck oder Wertgegenstände entgegen, schon gar nicht als Kaution.