Hessen erlebt am 27. Juni einen stark belastenden Tag mit extremer thermischer Belastung (Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind) am Nachmittag und erneut am folgenden Tag. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit und das Herz-Kreislauf-System geraten unter erhebliche Anspannung, besonders für Menschen mit Blutdruckproblemen und Atemwegserkrankungen.
Nachmittag des 26. Juni bis Sonntagvormittag
Die zweite Tageshälfte des 26. Juni bringt extreme Wärmebelastung mit hoher Gefährdung für das allgemeine Wohlbefinden. Kopfschmerz- und Migräneanfälligkeit (Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen) nimmt deutlich zu, ebenso die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Konzentration und Reizbarkeit. Die Schlafqualität leidet erheblich. Menschen mit zu niedrigem Blutdruck (hypoton) zeigen erhöhte Anfälligkeit für Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel, während Hypertoniker (hoher Blutdruck) ebenfalls Herz-Kreislauf-Belastungen erleben. Entzündlich rheumatische Beschwerden (wie Gelenkentzündungen) und Asthma verschärfen sich. Am Sonntagvormittag entspannt sich die biometeorologische Situation (menschliche Reaktion auf das Wetter) erheblich: Nur geringe Gefährdung für die psychische Leistung, Kopfschmerz und Migräne. Die thermische Belastung sinkt auf mäßige Werte. Herz-Kreislauf-Systeme beider Ausprägungen beruhigen sich, rheumatische Beschwerden ebben ab, und Asthma stellt kein Problem dar.
Sonntagnachmittag und Montag
Der Sonntagnachmittag bringt erneut extreme Wärmebelastung mit hoher Gefährdung im psychisch-geistigen Bereich, bei Kopfschmerz und Migräne sowie bei Schlaf und Konzentration. Reizbarkeit steigt an. Hypotone und hypertone Patienten erleben wieder erhöhte Kreislaufbelastungen. Entzündliche rheumatische Beschwerden und Asthma eskalieren. Der Montagvormittag bietet Erleichterung mit geringer Gefährdung ähnlich dem Sonntagmorgen und mäßiger thermischer Belastung. Montagnachmittag schließlich setzt eine starke Wärmebelastung durch (gegenüber dem Vortag etwas gemäßigt). Psychisch-geistige Leistung, Kopfschmerz-Anfälligkeit, Schlaf und Konzentration zeigen erneut hohe Gefährdung. Reizbarkeit nimmt zu. Beide Kreislaufformen sind belastet, entzündliche rheumatische Beschwerden bleiben erhöht. Asthma zeigt hier gegenüber dem Sonntag eine Entspannung auf geringe Gefährdung.
Maßnahmen und ärztliche Begleitung
Aufenthalt im Freien sollte in den extremen Wärmephasen (Samstagnachmittag, Sonntagnachmittag) tagsüber nach Möglichkeit vermieden werden. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leichte Kost sind essentiell. Räume sollten abgedunkelt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen und Kindern, die unter der Hitze stärker leiden. Im Straßenverkehr erfordert die Belastung erhöhte Vorsicht. Am Montagnachmittag genügt es, mittags und nachmittags Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten einen Arzt einbeziehen, insbesondere bei anhaltenden Beschwerden am Sonntag.
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Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 27.06.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.
