Das biometeorologische (menschliche Reaktion auf das Wetter) Geschehen in Hessen zeigt am 11. Mai einen deutlichen Tagesverlauf. Nach einem belastenden Vormittag stellt sich nachmittags eine anregende Wetterlage ein, die bis in den Folgetag anhält.
Schwieriger Sonntagvormittag
Der Vormittag bringt eine Mehrfachbelastung mit sich. Menschen mit niedrigem Blutdruck (hypoton) können unter Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel leiden. Gleichzeitig steigt bei Personen mit hohem Blutdruck (hyperton) die Anfälligkeit für Herz-Kreislaufbeschwerden und Brustenge durch Herzdurchblutungsstörung (Angina pectoris). Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt, Konzentrationsschwächen und erhöhte Schmerzempfindlichkeit treten auf. Auch Kopfschmerz- und Migräneanfälligkeit (Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen) sowie Reizbarkeit und motorische Unruhe nehmen zu. Zusätzlich verstärken sich sowohl entzündlich rheumatische (z.B. Gelenkentzündungen wie Rheuma) als auch degenerativ rheumatische (verschleißbedingt, z.B. Arthrose) Beschwerden. Menschen mit Asthma müssen ebenfalls mit einer erhöhten Anfälligkeit rechnen.
Umschwung am Nachmittag
Ab dem Nachmittag wandelt sich die Lage deutlich. Das allgemeine Befinden erfährt einen positiven Einfluss, die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit steigt an, und die Schlafqualität sowie Konzentrations- und Leistungsfähigkeit verbessern sich merklich. Schmerzempfindlichkeit und Kopfschmerz-Anfälligkeit normalisieren sich. Menschen mit niedrigem Blutdruck bleiben unbelastet, während Personen mit hohem Blutdruck weiterhin vorsichtig sein sollten, da die Anfälligkeit für Herz-Kreislaufbeschwerden und Angina pectoris bestehen bleibt. Entzündlich rheumatische Beschwerden beruhigen sich, degenerativ rheumatische Probleme bleiben jedoch weiter erhöht. Asthmatiker sind nicht mehr belastet.
Stabile Verhältnisse am Montag
Der Montagvormittag setzt die positive Entwicklung fort. Die anregende Wetterlage mit verbesserter Konzentration und Leistungsfähigkeit hält an. Hypertoniker müssen nach wie vor auf Herz-Kreislaufbeschwerden achten, während alle anderen Bereiche unbelastet bleiben. Am Montagnachmittag neutralisiert sich das Biowetter vollständig – sämtliche Gesundheitsbereiche zeigen keinen Wettereinfluss mehr.
Eine thermische Belastung (Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind) tritt zu keinem Zeitpunkt auf. Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte. Bei niedrigem Blutdruck helfen kreislaufanregende Maßnahmen. Während der belastenden Vormittagsphase empfiehlt sich schonendes Verhalten und die Vermeidung ungewohnter Aktivitäten. Bei hohem Blutdruck ist grundsätzlich Vorsicht geboten.
Zum Wetterbericht für Hessen geht es hier.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 11.05.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.