Biowetter Hessen: Extreme Wärmebelastung am Montagnachmittag, danach Entspannung

Hessen erlebt am Montag, 29. Juni, einen schwierigen biometeorologischen Verlauf (menschliche Reaktion auf das Wetter). Die zweite Tageshälfte des Vortages brachte bereits hohe Gefährdungen, die sich am Montag zunächst normalisieren, zum Ende des Tages aber wieder anziehen.

Montagnachmittag: Extreme Wärme mit psychischen und kreislaufbedingten Auswirkungen

Am Montagvormittag herrscht zunächst biowetter-neutrales Wetter. Der Nachmittag bringt jedoch einen erheblichen Umschwung mit extremer Wärmbelastung (Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind). Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit zeigt hohe Gefährdung, ebenso Konzentration und Leistungsfähigkeit. Kopfschmerz- und Migräneanfälligkeit (Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen) sind erhöht, die Schlafqualität verschlechtert sich. Reizbarkeit und motorische Unruhe nehmen zu. Personen mit niedrigem Blutdruck (hypoton) müssen mit Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel rechnen; auch Kopfschmerzen treten gehäuft auf. Bluthochdruck-Patienten (hyperton) zeigen erhöhte Anfälligkeit für Herz-Kreislaufbeschwerden. Entzündlich rheumatische Beschwerden (z.B. Gelenkentzündungen wie Rheuma) verschärfen sich, und Asthmatiker berichten von verstärkten Symptomen.

Dienstagnachmittag: Geringe Gefährdung bei mäßiger Wärmbelastung

Dienstag beginnt mit entlastender Wetterlage am Vormittag. Am Nachmittag steigt die Wärmbelastung auf ein mäßiges Niveau. Die allgemeine Befindlichkeit fällt auf geringe Gefährdung zurück: psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und Konzentration bleiben nur leicht belastet. Personen mit Blutdruckproblemen berichten von geringer Gefährdung für Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Entzündlich rheumatische Beschwerden zeigen geringe Gefährdung, ebenso Asthma. Migräneanfälligkeit und Schmerzempfindlichkeit werden nicht beeinflusst.

Mittwoch: Normalisierung mit schwacher Nachmittag-Belastung

Mittwochvormittag bleibt belastungsfrei. Am Nachmittag entwickelt sich wieder mäßige Wärmbelastung mit geringer Gefährdung für die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und Konzentration. Patienten mit niedrigem und hohem Blutdruck verzeichnen geringe Gefährdung, ebenso Asthmatiker und Personen mit entzündlich rheumatischen Beschwerden. Migräneanfälligkeit und degenerative rheumatische Beschwerden (verschleißbedingt, z.B. Arthrose) werden nicht beeinflusst.

Empfehlungen für die Tage mit hoher Belastung

Für die extreme Wärmbelastung am Montagnachmittag wird empfohlen, möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leichte Kost sind wichtig. Räume sollten abgedunkelt werden. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht geboten, ältere Menschen und Kinder benötigen erhöhte Fürsorge. Für die mäßig belasteten Nachmittage von Dienstag und Mittwoch gilt: Ungewohnte Aktivitäten im Freien sollten mittags und nachmittags vermieden werden. Flüssigkeitszufuhr bleibt wichtig. Am Mittwoch empfiehlt sich, Aufenthalte im Freien in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen.

Zum Wetterbericht für Hessen geht es hier.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 29.06.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.