Biowetter Hessen: Dramatischer Umschwung am Donnerstagnachmittag erwartet

Die biometeorologische Lage in Hessen zeigt einen markanten Wendepunkt zwischen Mittwoch und Donnerstag. Während die kommenden 36 Stunden mild verlaufen, stellt sich am Donnerstagnachmittag eine erhebliche Belastungssituation ein, die Herz-Kreislauf-Patienten, Rheuma-Betroffene und allgemein empfindliche Personen in besonderer Weise trifft.

Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag: Günstige Bedingungen

Der Mittwochnachmittag bringt geringe Belastungen mit sich. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Migräneanfälligkeit (wiederholte anfallsartige Kopfschmerzattacken) und Schlafqualität zeigen keine erhöhten Anforderungen. Auch das Herz-Kreislauf-System bleibt in beiden Formen — sowohl bei niedrigerem Blutdruck (hypoton) als auch bei erhöhtem Blutdruck (hyperton) — von Belastungen verschont. Lediglich eine mäßige Wärmebelastung (Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind) zeichnet sich ab. Der Donnerstagvormittag bereinigt die Situation weiter: Das allgemeine Befinden wird nicht beeinträchtigt, alle Kreislauf- und Atemwegsbelastungen entfallen völlig, und die thermische Belastung verschwindet ganz. Dies schafft ideale Voraussetzungen für Bewegung im Freien zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Donnerstagnachmittag: Starke Belastung auf breiter Front

Der Donnerstagnachmittag markiert einen abrupten Wendepunkt zu hoher biometeorologischer Belastung. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie die Migräneanfälligkeit geraten in hohe Gefährdung. Gleichzeitig verringert sich die Schlafqualität erheblich, und die Reizbarkeit sowie motorische Unruhe nehmen deutlich zu. Auch die Bereitschaft zu depressiven Verstimmungen steigt an. Das Herz-Kreislauf-System wird in beiden Formen stark beansprucht: Patienten mit niedrigerem Blutdruck erleben gehäufte Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel sowie kopfschmerzartige Symptome. Hypertoniker (Hochdruckpatienten) registrieren erhöhte Herz-Kreislauf-Beschwerden, während die Angina-pectoris-Anfälligkeit (Brustenge durch Durchblutungsstörung) nicht zusätzlich ansteigt. Patienten mit entzündlich rheumatischen Beschwerden (wie Gelenkentzündungen) erfahren hohe Gefährdung. Eine starke Wärmebelastung überlagert diese Faktoren und verstärkt das Gesamtrisiko erheblich.

Freitag: Abgeschwächte Belastung bei fortdauernder Wärme

Der Freitagvormittag bringt Entlastung: Das allgemeine Befinden wird nicht beeinflusst, alle Kreislauf- und Atemwegsbelastungen fallen weg, und die thermische Last fehlt völlig. Abermals bietet sich Gelegenheit für Freizeitaktivitäten im Freien. Der Freitagnachmittag zeigt eine abgeschwächte Variante der Donnerstag-Situation. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, Konzentration und Schlafqualität sind gering belastet, doch Kopfschmerzanfälligkeit und motorische Unruhe entstehen nicht. Das Herz-Kreislauf-System erfährt in beiden Formen nur geringe Gefährdung. Entzündlich rheumatische Beschwerden treten gering gefährdet auf, während degenerative rheumatische Beschwerden (wie Verschleißerscheinungen) und Asthma nicht zusätzlich belastet werden. Eine mäßige Wärmebelastung bleibt das dominierende meteorologische Merkmal.

Empfehlungen für die Hochbelastungsphase

Für den Donnerstagnachmittag wird schonendes Verhalten empfohlen. Der Aufenthalt im Freien sollte mittags und nachmittags gemieden werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, den Körper zu stabilisieren, leichte Kost entlastet den Kreislauf. Besondere Vorsicht gilt im Straßenverkehr. Ältere Menschen und Kinder benötigen erhöhte Fürsorge. Patienten mit entzündlich rheumatischen Beschwerden sollten zusätzlich auf schonende Bewegungsabläufe achten. Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für den Freitagnachmittag, wobei ungewohnte Aktivitäten im Freien zu dieser Tageszeit zu vermeiden sind.

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Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 16.07.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.