Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in ganz Deutschland keine Gewittergefahr. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 0 von 10 – das bedeutet eine vollständig stabile Atmosphäre ohne konvektives Potenzial. Gewitter sind in der heutigen Nacht nicht zu erwarten. Der Donnerstag klingt bei Temperaturen um 31 Grad, mäßigem Wind mit Böen bis 35 km/h und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von lediglich 3 Prozent trocken und ruhig aus. Weder regional noch überregional zeichnen sich Schauer oder Entladungen ab.
Die meteorologischen Rahmenbedingungen sprechen eine eindeutige Sprache: Eine Taupunkt-Temperaturdifferenz von 14,5 Grad Celsius zeigt an, dass die Luft trotz sommerlicher Wärme ausgesprochen trocken ist – erst ab Werten unter 7 Grad wird es für Gewitterbildung kritisch. Die relative Luftfeuchte liegt bei 50 Prozent und damit weit unterhalb der problematischen Schwelle von 70 Prozent. Ohne ausreichend Feuchte in der Atmosphäre fehlt konvektiven Aufwinden schlicht der Treibstoff. Hinzu kommt, dass kein dynamischer Auftrieb durch sinkende Druckfelder erkennbar ist und die Windscherung – also der Unterschied in Windgeschwindigkeit und Windrichtung zwischen verschiedenen Höhenschichten – zu schwach ausgeprägt ist, um Gewitterzellen zu organisieren oder gar Mesozyklonen, rotierende Gewitterkerne mit erhöhtem Unwetterpotenzial, zu begünstigen. Die Atmosphäre ist in allen relevanten Parametern stabil.
In der Nacht auf Freitag und am Freitag selbst setzt sich die stabile Hochdrucklage nahtlos fort. Mit Höchstwerten von bis zu 34 Grad und einem Instabilitäts-Index von erneut 0 sowie einer Taupunkt-Differenz von 15,1 Grad erreicht die Trockenheit sogar ihren Höhepunkt – die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt auf 1 Prozent. Am Samstag hält die Hitzewelle an, wobei ein leichter Rückgang der Taupunkt-Differenz auf 13,6 Grad und eine etwas erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit von 10 Prozent erste, sehr zaghafte Signale einer atmosphärischen Veränderung andeuten – Gewitter sind aber auch dann nicht zu erwarten. Der Sonntag fällt mit einer ungewöhnlich geringen Temperaturspreizung auf: Hoch- und Tiefsttemperatur liegen nahe beieinander, die Taupunkt-Differenz sinkt auf 8,1 Grad. Das deutet auf aufziehende Bewölkung oder eine veränderte Luftmasse hin, bleibt aber mit einem Instabilitäts-Index von 0 und 9 Prozent Niederschlagswahrscheinlichkeit weiterhin gewittterlos.
Auch wenn aktuell keinerlei Gewittergefahr besteht, bringt die anhaltende Hitzewelle eigene Risiken mit sich. Hitzebedingte Erschöpfung und Kreislaufprobleme sind bei Temperaturen nahe 34 Grad ernstzunehmen – körperliche Aktivitäten im Freien sollten in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Ausreichend trinken bleibt oberstes Gebot. Fahrerinnen und Fahrer sollten auf überhitzte Fahrzeuge achten und niemals Kinder oder Tiere im geparkten Auto zurücklassen. Am Wochenende lohnt es sich, die Entwicklung am Sonntag im Blick zu behalten: Sollte die Taupunkt-Differenz weiter sinken und Feuchte in die Hitzeluft einströmen, könnte sich das Gewitterpotenzial für die Folgewoche aufzubauen beginnen – das nächste Update informiert Sie rechtzeitig.
