Am Bahnhof Ansbach hat ein 23-jähriger Ukrainer am Samstagnachmittag vier Jugendliche bedrängt, bedroht und erpresst. Die Bundespolizei nahm den Mann nach einer Fahndung fest und ermittelt wegen mehrerer Straftaten.
Gegen 16:40 Uhr sprach der Mann in der Bahnsteigunterführung die vier Jugendlichen an. Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte er einen 14-jährigen Deutschen und forderte Geld von ihm. Aus Angst übergab der Jugendliche dem 23-Jährigen zwei Euro. Anschließend umarmte und küsste der Tatverdächtige den 14-Jährigen gegen dessen Willen.
Danach forderte der Ukrainer von einem 13-jährigen Deutschen ebenfalls Geld. Als dieser ablehnte, zog ihm der Mann auf dem Bahnsteig an den Haaren. Der Jugendliche erlitt Schmerzen an der Kopfhaut, benötigte jedoch keine ärztliche Behandlung. Während des gesamten Vorfalls beleidigte der 23-Jährige die Jugendlichen fortlaufend. Zwei 12-jährige deutsche Mädchen wurden nicht direkt attackiert, beobachteten den Vorfall aber als Zeuginnen.
Nach etwa 15 Minuten flüchtete der Mann in Richtung Südstadt. Die Jugendlichen informierten daraufhin ihre Erziehungsberechtigten und die Bundespolizei. Dank einer detaillierten Personenbeschreibung leiteten die Polizistinnen und Polizisten sofort eine Fahndung ein. Sie trafen den Tatverdächtigen am Parkhaus des Bahnhofs an und nahmen ihn vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der bereits polizeibekannte Mann wieder entlassen.
Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung, Erpressung, Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung gegen ihn ein.