Die Polizei Peine hat zwischen dem 22. und 24. Juni 2026 in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Peine eine großangelegte Verkehrskontrolle durchgeführt. Der Fokus lag auf Geschwindigkeitsverstößen – mit deutlichen Ergebnissen: Insgesamt wurden 245 Fahrer zu schnell gefahren.
Kontrolliert wurde an neun Stellen im Stadt- und Landkreis Peine: Dungelbeck, Sierße, an der Kreisstraße 23, auf der Braunschweiger Straße in Peine, in Klein Lafferde, in Oberg und Groß Ilsede, an der Kreisstraße 75 in Höhe der Autobahn, in Groß Lafferde, Sierße und in Abbensen-Eixe. Die Kontrollstellen wurden gezielt anhand von Unfallhäufungspunkten, sensiblen Bereichen und Straßen mit Baumbestand ausgewählt.
Die Messungen führten die Beamten mit moderner Messtechnik des Landkreises sowie mit mobilen Handlasermessgeräten der Polizei durch. In den meisten Fällen hielten die Einsatzkräfte die Fahrer unmittelbar nach der Geschwindigkeitsüberschreitung an und wiesen sie auf die Gefahren hin – ein Sensibilisierungsansatz, der im Mittelpunkt der Aktion stand.
Die Bilanz fällt teils besorgniserregend aus: Außerorts wurde ein Fahrer mit 113 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen – ein Verstoß von 43 km/h über dem Limit. Innerorts erreichte ein Raser 73 km/h bei erlaubten 50 km/h. Daneben beanstandeten die Beamten bei 25 Fahrzeugführern nicht angelegte oder nicht ordnungsgemäß angelegte Sicherheitsgurte.
Besonders kritisch: 26 Fahrer waren durch die Nutzung ihres Mobiltelefons abgelenkt. Die Polizei leitete gegen alle entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In drei Fällen bestand der Verdacht, dass die Fahrer gar nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren. Bei zwei Fahrzeugführern wiesen Untersuchungen auf Betäubungsmittelbeeinflussung hin – beide mussten sich einer Blutentnahme unterziehen.
Ein weiterer Verstoß: Ein Fahrzeugführer konnte keine Pflichtversicherung nachweisen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Für Polizei und Landkreis Peine ist das Ziel dieser Kontrollen klar: Durch niedrigere Geschwindigkeiten sollen schwere Unfälle deutlich reduziert werden. Beide Partner kündigten an, weitere Kontrollen dieser Art durchzuführen und hoben insbesondere die professionelle Zusammenarbeit hervor.
