Ein 28-jähriger Schwimmer ist im Korker Baggersee bei Kehl ertrunken. Sein Leichnam wurde am Montagmittag in etwa 20 Meter Tiefe entdeckt und geborgen. Die Polizei geht nach bisherigem Ermittlungsstand von einem Badeunfall ohne Fremdverschulden aus.
Der Mann war seit Sonntagnachmittag vermisst. Nach Angaben eines Begleiters war er gegen 16:30 Uhr vom Schwimmbagger ins Wasser gesprungen, kurz aufgetaucht und um Hilfe gerufen, bevor er unterging. Der Begleiter versuchte mehrfach, seinen Freund aus dem Wasser zu ziehen und über Wasser zu halten – erfolglos. Mehrere Badegäste in der Nähe halfen dem Ersthelfer bei seinen Rettungsversuchen.
Polizei, Feuerwehr, DLRG und DRK wurden sofort alarmiert. Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten bei der Anfahrt zum See – die Parksituation in dem Bereich verzögerte ihren Einsatzbeginn. Taucher der Kehler Feuerwehr und des DLRG suchten mehrfach nach dem Vermissten, unterstützt durch ein Sonargerät. Sie durchsuchten den Bereich bis zu einer Tiefe von 30 Metern, fanden aber zunächst keine Spur des Mannes. Die Suche wurde unterbrochen, da die Wassertiefe an manchen Stellen über 40 Meter beträgt.
Am Montagmittag, gegen 15 Uhr, setzte die französische Gendarmerie ein Sonargerät ein und entdeckte die leblose Person in etwa 20 Meter Tiefe. Taucher der Feuerwehr Kehl konnten den Leichnam gegen 16:30 Uhr bergen. Die Polizei kündigte an, im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen auch den Einsatz von Polizeitauchern zu prüfen. Ein Kriseninterventionsteam wurde im Laufe der Suchaktion hinzugezogen.