43-Jähriger attackiert mehrere Reisende am Nürnberger Hauptbahnhof

(Symbolbild)

Am Freitagmittag (2. Oktober) hat ein 43-jähriger Mann eine Serie von Übergriffen im Regionalexpress RE 41 und anschließend im Nürnberger Hauptbahnhof verübt. Mehrere Reisende wurden dabei verletzt. Der Deutsche sitzt nun in Untersuchungshaft.

Bereits während der Zugfahrt hatte der Mann gegen 12:30 Uhr, als der RE 41 aus Weiden kommend den Nürnberger Hauptbahnhof erreichte, verbal und körperlich aggressiv reagiert. Er versuchte unvermittelt, auf einen unbekannten männlichen Fahrgast einzuschlagen. Als eine 56-jährige Frau versuchte, den Angriff zu verhindern, schlug der Mann ihr mit der Faust ins Gesicht und gegen den Hinterkopf. Die Frau erlitt eine oberflächliche Verletzung am Nasenrücken und starkes Nasenbluten. Sie verzichtete auf ärztliche Behandlung.

Nach der Ankunft des Zuges flüchtete der Mann in Richtung Haupthalle. Dabei stieß er eine 63-jährige Frau unvermittelt um. Die Frau stürzte und erlitt Verletzungen im Bereich des Lendenwirbels sowie des Gesäßes. Auch sie lehnte eine ärztliche Behandlung ab.

In der Mittelhalle des Hauptbahnhofs setzte der 43-Jährige seine Aggressionen fort und attackierte einen weiteren unbekannten Mann mit Tritten und Schlägen. Das Opfer wehrte sich und verließ anschließend den Ort. Ein Bundespolizist, der sich privat am Bahnhof aufhielt, erkannte die Situation und brachte den tobenden Mann zu Boden, um ihn zu fixieren. Gemeinsam mit zwei zivilen Feldjägern der Bundeswehr hielt er den Mann bis zum Eintreffen der alarmierten Nürnberger Bundespolizeistreife fest.

Ein freiwilliger Alkoholtest ergab einen Wert von 1,1 Promille. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der 43-Jährige wurde daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg eingeliefert. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Körperverletzung.


Die Entwicklung in Nürnberg

2024 zählte die Polizei in Nürnberg 3.185 einfache Körperverletzungen, 2025 waren es 3.148 — 1,2 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 1,3 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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