46-Jähriger stirbt bei Streit in Bamberger Mehrfamilienhaus – Zwei Personen in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Nach einem Streit in einem Mehrfamilienhaus in der Hans-Böckler-Straße in Bamberg ist in der Nacht zum Donnerstag, 21. Mai 2026, ein 46-jähriger Mann gestorben. Die Kriminalpolizei Bamberg und die Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln zu den Hintergründen der Gewalttat und haben eine 16-köpfige Ermittlungskommission gebildet.

Gegen 23 Uhr verständigten Nachbarn über den Notruf die Polizei, nachdem sie auf eine Auseinandersetzung aufmerksam geworden waren. Polizistinnen und Polizisten trafen im Treppenhaus auf einen schwer verletzten 46-jährigen Deutschen. Trotz umgehend eingeleiteter medizinischer Versorgung starb der Mann noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.

In der Nähe nahmen Beamte zwei deutsche Staatsangehörige vorläufig fest – einen 33-jährigen Mann sowie eine 29-jährige Frau. Beide stehen unter dringendem Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Der 33-Jährige wies selbst eine schwere Verletzung auf und kam in ein Krankenhaus. Die 29-Jährige gilt als leicht verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf weitere beteiligte Personen.

Am Freitag wurden im Bereich der Hans-Böckler-Straße weitere polizeiliche Maßnahmen zur Spurensicherung sowie Suchmaßnahmen im weiteren Umfeld des Tatorts durchgeführt. Die beiden Tatverdächtigen wurden am Freitag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg Haftbefehl gegen beide Beschuldigte wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags.

Bei den Ermittlungen sucht die Polizei nach wichtigen Zeugen. Wichtige Beobachtungen könnte ein Pärchen gemacht haben, das in der Tatnacht gegen 23 Uhr auf dem Fußweg des Kunigundendamms stadtauswärts am Kiosk „Kunni“ vorbeilief. Das dunkel gekleidete junge Paar hat sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet.

Zudem ergaben sich Hinweise auf einen weiteren Zeugen: Ein Mann, der in der Tatnacht beim Kiosk „Kunni“ den verletzten 33-jährigen Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erstversorgte. Der Ersthelfer stellte sich lediglich mit dem Namen „Wolfgang“ vor und kommt als wichtiger Zeuge in Betracht.

Die Kriminalpolizei Bamberg bittet das Pärchen sowie den Ersthelfer, sich unter der Telefonnummer 0951/9129-491 zu melden.

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