54-Jähriger bewirft Zugbegleiter mit Steinen und zieht Notbremse bei Lunestedt

(Symbolbild)

Ein 54-jähriger Mann aus Hannover hat am Freitag in einem Regionalexpress zwischen Bremen und Bremerhaven erst die Notbremse gezogen und dann Zugpersonal mit Schottersteinen beworfen. Die Bundespolizei Bremen ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und sucht Zeugen des Vorfalls.

Der Vorfall ereignete sich am 29. Mai gegen 8:34 Uhr im RE 4413 auf der Strecke von Bremen Hauptbahnhof nach Bremerhaven in Höhe von Lunestedt. Nach Angaben der Bundespolizei hatte der 54-Jährige während der Fahrt geraucht und Alkohol getrunken. Als der Zugbegleiter seinen Fahrausweis kontrollieren wollte, konnte der Mann kein gültiges Ticket vorlegen.

Während der Kontrolle beleidigte und bedrohte der Fahrgast den Zugbegleiter und kündigte an, ihn mit einem Feuerlöscher schlagen zu wollen. Anschließend zog er die Notbremse des Zuges und verließ die Regionalbahn auf freier Strecke bei Lunestedt. Als der Zugbegleiter ihn aufforderte, wieder einzusteigen, bewarf der 54-Jährige ihn mit Schottersteinen aus dem Gleisbett.

Als der Lokführer seinem Kollegen zu Hilfe kam, beleidigte und bedrohte der Mann aus Hannover auch ihn. Anschließend flüchtete er zunächst in unbekannte Richtung, konnte jedoch später von Polizisten festgenommen werden. Die beiden Bahnmitarbeiter blieben unverletzt.

Die Bundespolizei Bremen leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Missbrauch von Nothilfemitteln und Erschleichen von Leistungen ein. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch andere Fahrgäste von dem 54-Jährigen bedroht oder belästigt wurden, bittet die Bundespolizei Zeugen oder weitere Betroffene, sich unter 0421/16299-7777 oder über bpoli.bremen@polizei.bund.de zu melden.

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