57-Jährige verliert 100.000 Euro an Anlagebetrug über soziales Netzwerk

(Symbolbild)

Eine 57-Jährige aus dem Wartburgkreis ist Opfer von Anlagebetrug geworden. Über ein soziales Netzwerk wurde sie auf eine vermeintliche Geldanlage aufmerksam gemacht. Über mehrere Monate hinweg tätigte sie insgesamt 100.000 Euro an Einzahlungen auf verschiedene Konten. Die Anweisungen für diese Überweisungen erhielt sie per Fernzugriff auf ihrem Computer. Die versprochene Gewinnauszahlung kam nie.

Die Landespolizeiinspektion Gotha warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps zum Schutz vor Anlagebetrug. Verbraucher sollten sich Zeit nehmen und nicht unter Druck setzen lassen. Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen genau gelesen werden, und bei Unklarheiten sollte gezielt nachgefragt werden. Vor jeder Anlage sollte man klären, ob die Investition über einen Einlagensicherungsfonds abgesichert ist — manche Produkte wie Inhaberschuldverschreibungen sind das nicht, wodurch Anleger bei einer Insolvenz des ausgebenden Unternehmens ihr Geld komplett verlieren können.

Vergleichsangebote anderer Anbieter helfen beim Treffen einer informierten Entscheidung. Die Polizei empfiehlt auch, sich von Verbraucherzentralen oder spezialisierten Anwälten für Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Hohe Gewinnversprechen sollten skeptisch machen — jede hohe Rendite geht immer mit einem hohen Risiko bis hin zum Totalverlust einher. Produkt-Zertifizierungen wie TÜV-Siegel sind oft nur Werbemittel und keine Garantie für Seriosität oder sichere Geldanlagen.

Auch der Firmensitz sollte überprüft werden. Unseriöse Anbieter von Anlageprodukten arbeiten häufig von Standorten im Ausland, besonders in bekannten Steueroasen. Die Gesellschaftsform ist ebenfalls wichtig — Unternehmen, die als „Limited“ (Ltd.) registriert sind, haben mangels Stammkapital keine Haftungsverpflichtung.

Die Polizei rät auch dazu, mit Familie und Bekannten über solche Betrugsmethoden zu sprechen. Weitere Informationen und Tipps finden sich unter www.polizei-beratung.de. Rückfragen beantwortet die Landespolizeiinspektion Gotha unter der Telefonnummer 03621-781503 oder per E-Mail an presse.lpigth@polizei.thueringen.de.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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