69-Jähriger aus Hamm fällt auf Love Scamming-Betrug herein

(Symbolbild)

Ein 69-jähriger Mann aus Hamm ist auf einen Love Scamming-Betrug hereingefallen und hat Geld an eine angebliche Soldatin überwiesen. Die Frau hatte im März über TikTok Kontakt zu dem Senior aufgenommen und sich als NATO-Soldatin ausgegeben, die sich bei einem Einsatz in Litauen befinden sollte.

Die Betrügerin wechselte schnell zu einem Messengerdienst und schlug vor, dauerhaft bei dem 69-Jährigen in Deutschland zu leben. Um die angeblich anfallenden Kosten zu decken, überwies der Mann Geld auf ein Konto und kaufte Geschenkkarten, deren Gutscheincodes er der vermeintlichen Soldatin mitteilte. Die Polizei Hamm ermittelt nun wegen Betrugs.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Beim Love Scamming nehmen die Täter meist über soziale Netzwerke Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine romantische Beziehung aufzubauen. Ziel ist es, durch das Vorgaukeln starker Gefühle das Gegenüber emotional zu beeinflussen, damit es Geld überweist. Sobald der Betrug auffällt oder keine Zahlungen mehr erfolgen, wird der Kontakt abgebrochen. Die Täter agieren dabei in den meisten Fällen aus dem Ausland.

Die Polizei rät grundsätzlich, keinem Menschen Geld zu überweisen, den man nicht persönlich kennengelernt oder gesehen hat. Gerade im Internet nutzen Betrüger die Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen aus. Wenn online Geld gefordert wird, sollte man misstrauisch bleiben und die Forderung kritisch hinterfragen. Die Beamten empfehlen, sich Familienangehörigen oder Freunden anzuvertrauen und sich im Zweifel an die Polizei zu wenden.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte alle Chatverläufe, E-Mails und ähnliche Nachrichten sichern und Strafanzeige erstatten.

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