Ein 74 Jahre alter Mann sitzt seit dem 25. Juni in Untersuchungshaft, weil er in einem Wohnheim in der Frisonistraße in Ravensburg einen Brand gelegt haben soll, der mehrere Bewohner in akute Lebensgefahr brachte. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei soll der Senior am Mittwoch, 24. Juni, zur Mittagszeit ohne bekannten Grund eine Schreibtischschublade in seinem Zimmer angezündet haben.
Das entstehende Feuer und der Brandrauch lösten den Rauchmelder aus. Eine Mitarbeiterin des Wohnheims, die durch den Alarm aufmerksam wurde, reagierte schnell und löschte die Flammen mit Wasser, bevor die Feuerwehr eintraf. Dieser schnelle Einsatz verhinderte vermutlich Schlimmeres: Im selben Stockwerk wohnten weitere Personen in den angrenzenden Zimmern, darunter auch bettlägerige Bewohner. Keiner von ihnen wurde verletzt.
Die Staatsanwaltschaft Ravensburg beantragte beim Amtsgericht einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 74-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der versuchten schweren Brandstiftung und der versuchten Brandstiftung mit Todesfolgen. Der Haftrichter erließ den Befehl am 25. Juni und setzte ihn in Vollzug. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.