In Bad Langensalza ist eine 92-jährige Frau Opfer eines raffinierten Trickbetrugs geworden. Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr gaben sich Unbekannte als Mitarbeiter einer Apotheke aus und täuschten der Seniorin einen medizinischen Notfall ihres Neffen vor.
Nach Angaben der Polizei behaupteten die Betrüger, der vermeintliche Neffe benötige teure Medikamente aus der Schweiz. Um ihre Geschichte glaubwürdig zu machen, holten sie einen zweiten Mann an das Telefon, der sich als der Neffe ausgab und die Angaben bestätigte. Auf diese Weise gewannen die Täter das Vertrauen der 92-Jährigen.
Die Frau packte daraufhin Bargeld in Taschen und Beutel. Gegen 13.30 Uhr übergab sie den unbekannten Tätern an ihrer Haustür in der Grabenstraße eine Summe von knapp 108.000 Euro.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zum Tathergang oder den Tätern. Von Interesse sind auch Aufnahmen von Überwachungskameras im Bereich der Grabenstraße, die die Täter oder ein zugehöriges Fahrzeug möglicherweise eingefangen haben. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zur Tat hat, soll sich bei der Polizeistation Bad Langensalza unter der Telefonnummer 03603 – 83 10 melden. Das Aktenzeichen lautet 0264850.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 837 Betrugsfällen im Unstrut-Hainich-Kreis konnte die Polizei 2025 400 aufklären, das sind 47,8 Prozent. Damit steht unser Kreis schlechter als das Land, wo 55,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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