Abfallbrand, Betrüger und Verkehrsunfälle: Polizeiwoche in Leer und Emden

(Symbolbild)

Die Polizeiinspektionen Leer und Emden haben in der vergangenen Woche mit mehreren Vorfällen zu tun gehabt. Im Mittelpunkt standen ein Brand bei einem Entsorgungsunternehmen, betrügerische Anrufe sowie mehrere Verkehrsunfälle.

Abfallhaufen gerät in Brand

Am 2. September gegen 22.55 Uhr kam es in der Sägemühlenstraße in Leer zu einem Brand. Ein Abfallhaufen, der unter anderem aus Altmetallen bestand, geriet in Flammen. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Das Feuer führte zu erheblicher Rauch- und Geruchsbelästigung im Stadtgebiet Leer und den angrenzenden Ortschaften. Personen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr führte die Löscharbeiten durch; eine Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Die zuständigen Einsatzkräfte maßen regelmäßig die Luftwerte im Stadtgebiet. Evakuierungen waren nicht erforderlich.

E-Scooter-Fahrer verursacht Unfall und flieht

Am 3. September um 7.30 Uhr fuhr ein E-Scooter-Fahrer auf der Bremer Straße in Leer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Ein 46-jähriger Pedelec-Fahrer, der aus der Reimersstraße kommend die Einmündung zur Bremer Straße kreuzte, wurde dicht beschnitten. Der 46-Jährige stürzte. Der E-Scooter-Fahrer setzte seine Fahrt fort, ohne seine Personalien anzugeben. Der 46-Jährige wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht Zeugen.

Pedelec-Fahrerin bei Abbiegeunfall verletzt

Am 1. September um 7.38 Uhr bog eine 46-jährige Autofahrerin auf der Daimlerstraße in Ostrhauderfehn in die Hahnstraße ab. Sie übersah eine 48-jährige Pedelec-Fahrerin, die vorfahrtsberechtigt war. Die beiden stießen zusammen. Die Pedelec-Fahrerin wurde leicht verletzt.

Trickdieb gibt sich als Wasserwerker aus

Am 25. August gegen 13.45 Uhr besuchte ein unbekannter Mann eine 82-jährige Frau in Weener. Er gab vor, Mitarbeiter der Wasserwerke zu sein und behauptete, es gäbe Probleme mit dem Trinkwasser. Er überredete die Frau, ihn ins Badezimmer zu lassen. Nach 20 Minuten verließ er die Wohnung. Am nächsten Tag bemerkte die Frau, dass aus einem Schrank in ihrem Schlafzimmer eine Geldkassette mit Wertsachen und persönlichen Unterlagen entwendet worden war. Die Polizei warnt: Fremde Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden, auch wenn sie sich als Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen ausgeben. Im Zweifelsfall kann man einen Überprüfungsanruf ankündigen, um die Person zum Gehen zu bewegen. Echte Mitarbeiter melden sich an und können sich ausweisen. Oft arbeiten die Täter nicht allein, sondern lenken die Geschädigten ab, während eine zweite Person in die Wohnung gelangt. Weitere Informationen gibt es auf www.polizei-beratung.de oder auf www.o-s-s-i.de.

Falscher Polizeibeamter ruft an

Am 2. September gegen kurz nach 13 Uhr erhielt eine 63-jährige Frau aus Uplengen einen Anruf. Ein unbekannter Mann gab vor, von der örtlichen Polizeistation zu sein, und behauptete, ihre Adresse sei im Zusammenhang mit zukünftigen Einbruchstaten aufgefallen. Die Frau erkannte die Betrugsmasche, beendete das Gespräch. Der Anrufer verwendete eine österreichische Telefonnummer. Die Polizei warnt vor dieser Masche: Betrüger geben sich häufig als Polizeibeamte aus und behaupten, dass Straftaten bevorstünden. Eine Variante ist der sogenannte Schockanruf, bei dem Betroffene glauben gemacht wird, dass nahestehende Familienangehörige in Schwierigkeiten stecken und hohe Geldsummen gezahlt werden müssen. Wichtig: Auf Geldforderungen per Telefon sollte niemals eingegangen werden. Wertsachen dürfen an fremde Personen nicht übergeben werden. Im Schadensfall sollte man sich umgehend an die nächste Polizeidienststelle wenden. Weitere Informationen: www.polizei-beratung.de oder www.o-s-s-i.de.

Motorradfahrer rutscht auf nasser Fahrbahn weg

Am 2. September um 16.35 Uhr fuhr ein 62-jähriger Motorradfahrer auf der Thüringer Straße in Emden. An einer Einmündung musste er verkehrsbedingt abbremsen. Das Motorrad rutschte auf der nassen Fahrbahn weg, der Fahrer stürzte und wurde leicht verletzt. Es entstand ein geringer Sachschaden im mittleren dreistelligen Bereich. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei Nässe mit erhöhter Vorsicht zu fahren. Empfehlungen: Das Tempo reduzieren, da feuchte Fahrbahn und Laub den Bremsweg verlängern. Sanft bremsen und beschleunigen — abrupte Manöver führen schnell zum Wegrutschen. In Kurven vorsichtig fahren und früh abbremsen. Nasses Laub kann ähnlich rutschig sein wie eine glatte Fahrbahn. Spurrillen und Pfützen beachten, da Wasser die Haftung deutlich reduziert. Mit weniger Tempo und größerem Sicherheitsabstand fahren.

Fahrradfahrerin bei Abbiegeunfall verletzt

Am 2. September gegen 19.40 Uhr bog eine 77-jährige Autofahrerin von der Fritz-Reuter-Straße in Emden in eine Stichstraße zu einem Verbrauchermarkt ab. Sie übersah eine entgegenkommende 27-jährige Fahrradfahrerin. Die Fahrradfahrerin wurde leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf einen mittleren dreistelligen Betrag geschätzt.

Zwei Autos nicht mehr fahrbereit nach Kollision

Am 2. September um 5.35 Uhr fuhr ein 33-jähriger Autofahrer auf der Dornumer Straße in Emden. An der Kreuzung zur Godfried-Bueren-Straße übersah er eine 38-jährige Autofahrerin, die vorfahrtsberechtigt war. Die beiden Autos stießen zusammen. Beide Fahrzeuge waren beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Die 38-Jährige wurde leicht verletzt. Der Sachschaden wird im unteren fünfstelligen Bereich geschätzt.

Unbekannter Fahrer flieht nach Kollision mit Verkehrsinsel

Am 3. September zwischen 8.30 Uhr und 9.00 Uhr fuhr ein unbekannter Autofahrer auf dem Franekerweg in Emden. Aus ungeklärten Gründen übersah er eine Verkehrsinsel auf seiner Spur. Das Auto kollidierte mit der Insel, wobei ein Verkehrsschild beschädigt wurde. Der Sachschaden liegt im niedrigen vierstelligen Bereich. Der Fahrer entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seine Personalien anzugeben. Die Polizei sucht Zeugen.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden:

Polizei Leer 0491-976900 | Polizei Emden 04921-8910 | Autobahnpolizei Leer 0491-960740 | Polizeistation Borkum 04922-91860 | Polizeistation Bunde 04953-921520 | Polizeistation Filsum 04957-928120 | Polizeistation Hesel 04950-995570 | Polizeistation Jemgum 04958-910420 | Polizeistation Moormerland 04954-955450 | Polizeistation Ostrhauderfehn 04952-829680 | Polizeistation Rhauderfehn 04952-9230 | Polizeistation Uplengen 04956-927450 | Polizeistation Weener 04951-914820 | Polizeistation Westoverledingen 04955-937920


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 326 Betrugsfällen in Emden konnte die Polizei 2025 266 aufklären, das sind 81,6 Prozent. Damit steht unsere Stadt besser als das Land, wo 73,6 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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