Am Donnerstag (25. Juni) nahm die Polizei in Troisdorf und Hennef zwei Männer in Gewahrsam, nachdem es zu einer Körperverletzung und einem Ladendiebstahl gekommen war.
Gegen 12:45 Uhr eskalierte die Situation in einem Discounter am Theodor-Heuss-Ring in Troisdorf. Ein 38-jähriger Mann betrat das Geschäft und fing an, Kunden anzupöbeln. Als eine Mitarbeiterin ihn aufforderte, das Geschäft zu verlassen, griff der Mann zu radikalen Mitteln: Er nahm eine Packung Pappbecher aus einer Auslage und warf diese der Mitarbeiterin ins Gesicht. Die Frau erlitt leichte Verletzungen, brauchte aber keine ärztliche Behandlung.
Noch vor dieser Attacke hatte der 38-Jährige eine Wasserpistole aus der Auslage genommen und diese gegen den Kopf einer Kundin gedrückt. Auch sie wurde leicht verletzt, ein Rettungsdienst war nicht erforderlich.
Die herbeigerufenen Polizeibeamten machten schnell klar, dass die Aktion vorbei war. Gegenüber den Beamten verhielt sich der Mann weiterhin verbal aggressiv und unkooperativ. Um weitere Straftaten zu verhindern, nahmen ihn die Polizisten in Gewahrsam.
Knapp fünf Stunden später folgte ein ähnlicher Einsatz in Hennef. Ein 24-jähriger Mann fiel auf der Frankfurter Straße auf, weil er mehrere Passanten angepöbelt hatte. Die eingesetzten Polizeibeamten erteilten ihm einen Platzverweis, dem der Mann zunächst nachkam.
Doch kurz darauf meldete sich ein Mitarbeiter eines Discounters an der Bahnhofstraße bei der Polizei und erstattete Anzeige wegen Ladendiebstahls. Der 24-Jährige soll versucht haben, mehrere Getränkeflaschen von geringem Wert zu entwenden. Als die Polizeibeamten eintrafen, stellten sie schnell fest, dass es sich um denselben Mann handelte, der wenig zuvor den Platzverweis erhalten hatte. Auch er wurde in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu unterbinden.
Nachdem sich beide Männer beruhigt hatten, konnten sie das Polizeigewahrsam wieder verlassen. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung und des Ladendiebstahls verantworten.