Das erste Augustwochenende bescherte der Polizei Münster eine besorgniserregende Serie von Verkehrsunfällen: Gleich drei Mal mussten Rettungswagen ausrücken, weil Fahrradfahrer und E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss verunglückten. Die Bilanz fällt düster aus – mehrere Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte.
Den Anfang machte ein 23-jähriger E-Scooter-Fahrer aus Bremen in der Nacht zum Samstag. Um 03:05 Uhr befuhr er die Nordstraße in Richtung Hoyastraße, als Polizeibeamte beobachteten, wie er in Schlangenlinien fuhr und kurz darauf stürzte. Der junge Mann zog sich leichte Verletzungen zu. Ein freiwilliger Atemalkoholtest offenbarte das Problem: 1,8 Promille – deutlich über der zulässigen Grenze von 0,5 Promille.
Wenige Stunden später, gegen 23:10 Uhr am Samstagabend, ereignete sich auf der Loddenheide ein weiterer Unfall. Zwei Münsteraner fuhren nebeneinander auf ihren Fahrrädern in Fahrtrichtung Trautmannsdorfstraße, als sie kollidierten und zu Boden stürzten. Beide erlitten schwere Verletzungen und mussten mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Bei dem 54-Jährigen zeigte der freiwillige Atemalkoholtest 1,52 Promille an. Die 53-jährige Frau konnte den Test nicht durchführen.
Am Sonntag, 22:30 Uhr, folgte das dritte schwere Unglück. Eine 58-jährige Radfahrerin aus Münster war mit ihrem Pedelec an der Kreuzung Hammer Straße Ecke Am Berg Fidel unterwegs und wollte die Ampel überqueren – in stadtauswärtiger Fahrtrichtung. Dabei stürzte sie mit ihrem Rad. Ein Rettungswagen brachte die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus. Ein Atemalkoholtest ergab später 1,25 Promille.
Die Münsteraner Polizei nutzt die Serie zum Anlass einer deutlichen Warnung: Alkohol im Straßenverkehr führt zu gefährlichen Situationen – und das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern ausdrücklich auch für Fahrradfahrer und E-Scooter-Nutzer. Die Behörde appelliert an die Eigenverantwortung: Wer Alkohol trinkt, sollte vorher überlegen, wie er sicher nach Hause kommt. Die Alternativen sind klar: sich von einer fahrtauglichen Person abholen lassen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder ein Taxi rufen.
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