Das war die Blaulicht-Woche in Nordrhein-Westfalen: 28.09.–04.10.2026 (KW 40)

(Symbolbild)

Die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 hielt die Polizei in Nordrhein-Westfalen mit einem mutmaßlichen Tötungsdelikt im Kreis Euskirchen, einem tödlichen Verkehrsunfall in Hürth, einem vereitelten Schussanschlag in Köln und einer internationalen Festnahme im Zusammenhang mit einem Kölner Brandanschlag in Atem. Daneben beschäftigten Schüsse auf ein Café in Bergkamen, Raubüberfälle auf Fußballfans und mehrere Drogenermittlungen die Behörden im Land.

Der schwerste Ermittlungsfall der Woche ereignete sich im Kreis Euskirchen: Auf dem Gelände eines Wertstoffhofes in Weilerswist ist die seit Tagen vermisste 46-jährige Frau aus Euskirchen tot aufgefunden worden. Der weibliche Leichnam wurde gegen 17:35 Uhr geborgen. Nach bisherigem Sachstand bestehen nach einer noch ausstehenden rechtsmedizinischen Untersuchung keine Zweifel daran, dass es sich um die Vermisste handelt. Kurz nach dem Fund wurde der 51-jährige Ehemann der Frau in Euskirchen festgenommen. Gegen ihn besteht nach den neuen Ermittlungsergebnissen der dringende Tatverdacht eines Tötungsdelikts. Die Polizei brachte den Mann ins Bonner Polizeipräsidium. Die Mordkommission ermittelt weiter. Mehr dazu

Ein 24-jähriger Rollerfahrer ist am Dienstag, 29. September 2026, in Hürth bei einem Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug ums Leben gekommen. Das Polizeifahrzeug und das Leichtkraftrad stießen zusammen, wobei der junge Mann tödlich verletzt wurde. Wegen der Beteiligung eines Polizeifahrzeugs hat die Bonner Polizei aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen übernommen. Das Verkehrskommissariat 1 sucht Zeugen — Hinweise unter 0228 15-0 oder per E-Mail an vk1.bonn@polizei.nrw.de, auch Dashcam-Aufnahmen sind willkommen. Mehr dazu

Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf ein Bekleidungsgeschäft auf der Ehrenstraße vom 18. September 2024 hat die Polizei Köln in Rotterdam einen 21 Jahre alten Niederländer festgenommen. Die Festnahme erfolgte am Mittwochmorgen, 30. September. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsgruppe Fusion soll der junge Mann den verwendeten Sprengsatz an den bereits im April 2025 festgenommenen Haupttäter übergeben haben. Darüber hinaus soll er diesen zum Tatort gefahren haben. Bei der Festnahme stellten Polizisten bei dem 21-Jährigen unter anderem die mutmaßliche Tatkleidung sicher. Der Niederländer sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Mehr dazu

Am Freitagnachmittag, 2. Oktober, nahm die Kölner Polizei zwei junge Bulgaren im Alter von 19 und 20 Jahren vorläufig fest. Nach polizeilichen Erkenntnissen sollen sie geplant haben, mit Kriegswaffen auf ein Gebäude oder gezielt auf eine Person zu schießen. Einen der beiden Männer nahmen die Beamten in einer Wohnung fest, den anderen widerstandslos vor seiner Wohnanschrift. Beide werden nun verdächtigt, einen Schussanschlag geplant zu haben. Zu den Auftraggebern und dem angestrebten Ziel der geplanten Schüsse äußert sich die Polizei derzeit nicht. Die Ermittlungen laufen. Mehr dazu

In Bergkamen hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet, nachdem zwei Tatverdächtige mehrere Schüsse auf ein Café abgegeben haben. Nach ersten Erkenntnissen feuerten die bislang unbekannten Männer auf das Lokal und flüchteten anschließend mit einem schwarzen Auto in Richtung der Von-Stegmann-Straße. Im Innenraum des Cafés fanden die Beamten mehrere Patronenhülsen und Einschusslöcher vor. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt. Mehr dazu

Bei der Vollstreckung eines Haftbefehls gegen einen 50-Jährigen in Dortmund stießen Polizisten auf mutmaßlich kinderpornografisches Material. Gegen 12:35 Uhr betraten zivile Beamte die Wohnung des Mannes — bereits im Eingangsbereich fielen ihnen zwei hochwertige Fahrräder auf, die augenscheinlich Diebesgut waren. Als der Mann die Beamten beim Verlassen der Wohnung bat, seine Computer auszuschalten, bemerkten diese auf den Geräten das mutmaßliche Material. Sämtliche Datenträger sowie weitere Gegenstände wurden sichergestellt, ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mehr dazu

In Duisburg-Hochheide hat die Polizei Ermittlungen nach explosionsartigen Geräuschen und Angriffen auf Mitarbeiter des städtischen Außendienstes aufgenommen. Mitarbeiter beobachteten eine Gruppe von etwa sieben bis acht Jugendlichen, die Gegenstände entzündeten und sich anschließend zu Fuß entfernten. Polizei und Feuerwehr stellten vor Ort zwei Glasflaschen fest, die mutmaßlich mit einem Brandbeschleuniger gefüllt waren und brannten; in unmittelbarer Nähe lag zudem eine noch befüllte Gasdose. Bei einer anschließenden Nachaufsicht warfen bislang unbekannte Personen kleine Steine auf zwei Mitarbeiter des Außendienstes, einer wurde getroffen, blieb aber unverletzt. Mehr dazu

In Gelsenkirchen ermittelt die Polizei nach zwei Raubstraftaten, die sich am gleichen Tag ereigneten. Beim ersten Überfall gegen 9:40 Uhr auf der Urbanusstraße sprach ein Unbekannter einen 14-Jährigen an, forderte Geld und nahm dem Jugendlichen schließlich unter Androhung von Gewalt Bargeld aus der Geldbörse. Der Angreifer wird als 16 bis 18 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß und von dünner Statur beschrieben; zur Tatzeit trug er eine schwarze Baseballcap, eine schwarze Jacke und eine schwarze Jogginghose. Mehr dazu

Nach mehreren Raubstraftaten gegen Fans von Borussia Mönchengladbach durchsuchte die Polizei Köln am Donnerstag, 1. Oktober, die elterliche Wohnung eines 17-jährigen Tatverdächtigen im Kreis Heinsberg. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Mai und September am Bahnhof Köln-Ehrenfeld an mindestens drei Übergriffen auf Fußballfans beteiligt gewesen zu sein — dabei sollen die Täter Schals und Trikots geraubt sowie auf Opfer eingeschlagen und eingetreten haben. Mehr dazu

In Viersen nahm die Polizei einen 24-Jährigen fest, nachdem der Rettungsdienst sie alarmiert hatte. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten Munition, Waffen und Drogen sowie Bargeld und eine Feinwaage. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Krefeld ordnete Untersuchungshaft an. Mehr dazu

Im Duisburger Dellviertel nahm die Polizei einen 16-Jährigen fest, der im Verdacht steht, mit Betäubungsmitteln zu handeln. Bei der Wohnungsdurchsuchung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Duisburg stellten Kriminalpolizisten weiteres Betäubungsmittel, Verpackungsmaterial, eine Feinwaage und ein Messer sicher. Der Jugendliche muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten. Mehr dazu

In Nettetal-Lobberich nahm die Polizei gegen 3:20 Uhr zwei Männer (46 und 48 Jahre, beide ohne festen Wohnsitz) auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses fest, in das sie eingebrochen sein sollen. Der Eigentümer hatte zuvor verdächtige Geräusche gehört und die Polizei alarmiert. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld ordnete der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Krefeld gegen beide Untersuchungshaft an. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

In Bergkamen gaben zwei Tatverdächtige mehrere Schüsse auf ein Café ab und flüchteten in einem schwarzen Auto — im Lokal fanden Beamte Patronenhülsen und Einschusslöcher, verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Mehr dazu. In Köln wurden am 2. Oktober zwei Bulgaren festgenommen, die laut Polizei planten, mit Kriegswaffen auf ein Gebäude oder eine Person zu schießen — zu den Auftraggebern und dem angestrebten Ziel der geplanten Schüsse äußert sich die Polizei derzeit nicht. Mehr dazu.

Gleich zwei Ermittlungskomplexe rund um Schusswaffen und organisierte Gewalt fielen in diese Woche — der vereitelten Schussanschlag in Köln und die Schüsse auf das Café in Bergkamen. Dazu kommen Funde von Munition und Kriegswaffen im Landkreis Viersen sowie der Sprengstoffhintergrund beim Kölner Brandanschlag-Verfahren, das nun mit der Festnahme in Rotterdam einen entscheidenden Ermittlungsschritt erlebte. Auch bei den Wohnungseinbrüchen zeigte die Woche, dass schnelles Reagieren der Bevölkerung — Alarmanrufe in Nettetal-Lobberich und Hamminkeln — maßgeblich zur Festnahme von Tatverdächtigen beitragen kann.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Nordrhein-Westfalen erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen