In der Woche vom 14. bis 15. Juli konzentrierte sich die Polizeiarbeit im Revier Anhalt-Bitterfeld auf mehrere Verkehrsdelikte, Körperverletzungen und eine Serie mutmaßlicher Brandstiftungen. Im Mittelpunkt standen dabei drei Feldbrände, die die Ermittler auf vorsätzliches Handeln zurückführen.
Alkoholfahrer auf dem Fahrrad
Am 14. Juli, etwa um 20 Uhr, kam es in Zerbst zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Radfahrern. Ein 46-jähriger Mann war auf dem Radweg der Fuhrstraße Richtung Wolfsbrücke unterwegs und fuhr durch einen Torbogen. Dort stieß er frontal mit einer 36 Jahre alten Radfahrerin zusammen. Der Mann stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu; ein Rettungswagen brachte ihn zur Behandlung. Während der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten Alkoholgeruch bei dem 46-Jährigen. Ein Atemalkoholtest zeigte einen vorläufigen Wert von 1,2 Promille. Der Mann musste sich einer Blutprobenentnahme unterziehen, die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. An seinem Fahrrad entstand Sachschaden in Höhe von etwa 350 Euro, am Fahrrad der Frau betrug der Schaden rund 50 Euro.
Überholmanöver endet mit Kollision
Am selben Tag, etwa um 13 Uhr, ereignete sich auf der Dorfstraße in Krina ein Verkehrsunfall mit Sachschaden. Ein 74-jähriger Fahrer eines VW fuhr hinter einem Entsorgungsfahrzeug und bremste, als dieses vor ihm hielt. Ein dahinterfahrender 72-Jähriger in einem Hyundai setzte zum Überholen an und kollidierte dabei mit dem VW. Der Schaden am Hyundai wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt, der VW erlitt Schaden in Höhe von circa 500 Euro.
E-Scooter ohne Zulassung und Versicherung
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in der Krondorfer Straße in Bitterfeld-Wolfen fiel den Polizisten gegen 17 Uhr ein 37-jähriger E-Scooter-Fahrer auf, dessen Fahrzeug kein Kennzeichen hatte. Der Mann sagte, es sei ihm abhandengekommen. Eine Überprüfung in den polizeilichen Systemen offenbarte jedoch, dass der Roller überhaupt nicht zugelassen war. Der Fahrer gestand daraufhin ein, dass er auch keine Versicherung abgeschlossen hatte. Die Polizei untersagte ihm die Weiterfahrt und ermittelt nun gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Angriff auf Jugendlichen in Aken
Am 15. Juli, etwa um 1.30 Uhr, wurde die Polizei nach Aken zu einer Körperverletzung gerufen. In der Töpferbergstraße hatte sich eine Gruppe Jugendlicher getroffen, als plötzlich ein dunkelblauer Audi vorfuhr. Mehrere Personen stiegen aus und griffen einen der Jugendlichen an. Die Täter schlugen mehrfach auf ihr Opfer ein, das Verletzungen im Kopfbereich davontrug. Der 16 Jahre alte Geschädigte wurde durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Täter, ein 20-Jähriger, konnte bisher identifiziert werden.
Lackkratzer über die gesamte Beifahrerseite
Ein 39-jähriger Mann stellte am 15. Juli, etwa um 10.30 Uhr, fest, dass sein Audi, den er am Vortag gegen 22 Uhr ordnungsgemäß verschlossen in der Schreberstraße in Bitterfeld-Wolfen abgestellt hatte, beschädigt war. Die komplette Beifahrerseite war zerkratzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 300 Euro. Täterhinweise liegen der Polizei bislang nicht vor.
Serie mutmaßlicher Brandstiftungen
Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt in drei Fällen mutmaßlicher Brandstiftung. Am 13. Juli, gegen 18 Uhr, stand in der Ortslage Köthen nahe der Wülknitzer Straße eine Weizenfläche von mehr als zwei Hektar in Flammen. Am selben Tag, gegen 23.30 Uhr, brannte auf einem Getreideacker an der Lelitzer Straße ein etwa 100 Quadratmeter großes Areal. Tags darauf, am 14. Juli, wurde die Feuerwehr gegen 17.30 Uhr zu einem Brand zwischen Weißandt-Gölzau und Priesdorf alarmiert, wo circa 2.000 Quadratmeter einer bereits abgeernteten Getreidefläche in Flammen standen. In allen drei Fällen deuten die Spuren nach Angaben der Ermittler auf vorsätzliches Vorgehen hin. Beim Brandgeschehen in der Lelitzer Straße beobachtete ein Zeuge einen Radfahrer, der bei seiner Entdeckung zügig in Richtung Stadtmitte davonfuhr. Die Polizei sucht Zeugen und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 03496/4260 oder per E-Mail an efst.prev-abi(at)polizei.sachsen-anhalt.de entgegen.
Taschendiebstahl im Supermarkt
Am 14. Juli, etwa um 14 Uhr, kaufte eine 70-jährige Frau im Supermarkt im Thomas-Müntzer-Weg in Zörbig ein. Sie hatte ihre Handtasche mit Portemonnaie an ihren Einkaufswagen gehängt. In einem unbeobachteten Moment stahlen Unbekannte die Geldbörse mit Bargeld im oberen zweistelligen Bereich, persönlichen Papieren und einer Bankkarte. Die Polizei rät Einkäufern, ihre Wertsachen stets nah am Körper zu tragen und besondere Aufmerksamkeit auf Handtasche, Geldbörse und Handy zu legen, um Taschendiebstählen vorzubeugen.
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