Die Woche vom 29. bis 31. Mai brachte für die Wilhelmshavener Polizei mehrere Alkoholfahrten und Einbruchsdelikte. Den schwerwiegendsten Vorfall stellte ein 27-jähriger Oldenburger dar, der betrunken mit einem gestohlenen Microcar auf der Autobahn 29 fuhr.
Am frühen Samstagmorgen gegen 3.51 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer ein ungewöhnliches Fahrzeug auf der A29 Richtung Oldenburg – ein Microcar mit 25 km/h-Kennzeichnung. Polizisten stoppten das Gefährt an der Anschlussstelle Sande. Schnell stellte sich heraus, dass der 27-jährige Fahrer 1,40 Promille Alkohol im Blut hatte. Nach der Blutentnahme im Krankenhaus ergaben erste Ermittlungen: Das Microcar war zuvor gestohlen worden. Gegen den Mann läuft nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und Kraftfahrzeugdiebstahl.
Bereits in der Nacht zu Samstag war ein 33-jähriger Wilhelmshavener mit 2,00 Promille und ohne Führerschein in der Ulmenstraße aufgefallen. Polizisten entdeckten seinen Wagen bei geöffneter Fahrertür auf dem Gehweg. Zusätzlich zum Alkohol zeigten sich Hinweise auf Drogenkonsum. Während des Transports zur Blutentnahme beschimpfte er die Polizisten. Die Ermittlungen laufen wegen Beleidigung, Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
In der Nacht zu Sonntag erwischten Beamte einen weiteren betrunkenen Autofahrer. Der 33-jährige Wilhelmshavener wurde mit 1,80 Promille in der Edenburgstraße gestoppt. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, eine Blutprobe entnommen.
Neben den Alkoholfahrten beschäftigten zwei Einbrüche die Polizei. Am Samstagmorgen brachen Unbekannte über Dachfenster in eine ehemalige Tennishalle in der Rüstersieler Straße ein. Die Täter lagerten bereits Diebesgut auf dem Dach ab, wurden aber offenbar gestört und flüchteten ohne Beute. Im Kleingartengelände an der Beethovenstraße öffneten Einbrecher gewaltsam ein Nebengelass einer Gartenhütte. Gestohlen wurde allerdings nichts.
Weitere Vorfälle betrafen Verkehrsdelikte: Ein 34-jähriger Mann wurde in der Börsenstraße ohne Fahrerlaubnis erwischt. Bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Weserstraße/Virchowstraße übersah eine 83-jährige Autofahrerin einen vorfahrtsberechtigten E-Scooter-Fahrer. Der 42-jährige Wilhelmshavener stürzte und verletzte sich leicht. Gegen die Autofahrerin läuft ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Im Schwimmbad an der Friedenstraße brachen drei Jugendliche einen Spind auf und stahlen 130 Euro. Die Polizei ermittelt wegen schweren Diebstahls. Weiterhin stellten Beamte mehrere Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz bei E-Scootern fest – teils fehlten gültige Versicherungskennzeichen komplett oder waren abgelaufen.
Friedlich verlief dagegen eine Gedenkveranstaltung am Samstagnachmittag. Etwa 150 Personen nahmen an der Demonstration anlässlich der zweiten Stolpersteinverlegung teil, die vom Synagogenplatz zur Kurmuschel führte.