Anlagebetrug aufgedeckt: 22-Jähriger bei Geldabholung festgenommen

(Symbolbild)

Bei einem Anlagebetrug in Wolgast konnte die Polizei gestern einen 22-jährigen Ukrainer festnehmen, der von einem 69-jährigen Rentner 28.000 Euro als angebliche Sicherheit für eine Gewinnausschüttung abholen wollte.

Der 69-Jährige aus dem Bereich Wolgast war Mitte Mai auf eine Internetwerbung gestoßen, die vielversprechende Investitionsmöglichkeiten bewarb. Darin wurde behauptet, dass bereits Prominente und Politiker durch diese Anlage hohe Gewinnsummen erzielt hätten.

Nachdem der Rentner Interesse an der Anzeige gezeigt hatte, kontaktierte ihn eine vermeintliche Mitarbeiterin. Diese erklärte ihm, er müsse 250 Euro zahlen, um eine Kundennummer und Zugriff auf das Kundenportal zu erhalten. Anschließend hatte der 69-Jährige Kontakt zu einer weiteren Mitarbeiterin, mit der er das vermeintliche Investment besprach.

Knapp einen Monat später sollte sich sein Gewinn auf einen hohen fünfstelligen Betrag belaufen. Für die Auszahlung der Gewinnsumme sei jedoch die Zahlung von 28.000 Euro als Sicherheit notwendig, teilten die Betrüger mit. Diese Summe sollte gestern von einem Mitarbeiter der Firma abgeholt werden.

Da der 69-Jährige mittlerweile vermutete, Betrügern zum Opfer gefallen zu sein, wandte er sich noch vor der Geldübergabe an die Polizei. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Revier Wolgast, dem Kriminalkommissariat Wolgast, der Gemeinsamen Diensteinheit von Land und Bund sowie der Kriminalpolizeiinspektion Anklam gelang es den Polizistinnen und Polizisten, den vermeintlichen Mitarbeiter zu stellen und vorläufig festzunehmen.

Gegen den 22-jährigen Ukrainer wird nun wegen Anlagebetrugs ermittelt. Der 69-Jährige meldete den Betrug gestern bei der Polizei.

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