Am Arbeitsmarkt im Heidekreis hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 5.161 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 48 weniger als im August. Mit 6,5 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Niedersachsen von 6,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 186 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,7 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.546 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,0 Prozent. Für die größere Gruppe von 3.615 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.904 Menschen und 7,4 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Heidekreis trifft. 675 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 1.796 sind 50 Jahre oder älter. 2.607 Menschen und damit 51 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.462 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 359 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Heidekreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Heidekreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,1 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,5 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,3 Prozent) und dem Höchstwert 2024 (6,5 Prozent) liegen 1,2 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 5.166 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Heidekreis?
2024 gab es im Heidekreis 22 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 19,0 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 191 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.