Rotenburg (Wümme) steht am Arbeitsmarkt besser da als Niedersachsen: 4,1 Prozent Arbeitslosenquote im September 2026 gegenüber 6,1 Prozent. Konkret waren 3.907 Menschen arbeitslos gemeldet, 47 weniger als noch im August.
Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit September 2025 sind 209 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 5,7 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 1.910 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,0 Prozent). Etwa gleich viele – 1.997 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 2,1 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 4.534 Personen beziehungsweise 4,7 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 1.354 Menschen in Rotenburg (Wümme) sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 35 Prozent. 562 sind jünger als 25 Jahre (31 weniger als im Vormonat), 1.384 haben die 50 überschritten. 1.118 sind Ausländerinnen und Ausländer, 215 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rotenburg (Wümme) in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Rotenburg (Wümme) bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 4,4 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,0 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2022 (3,4 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (4,4 Prozent) liegen 1,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.786 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Rotenburg (Wümme)?
Auffällig ist die Zahl nicht: 29 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Rotenburg (Wümme) entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 26,6 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 181 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.