Im September 2026 waren 6.787 Menschen im Vogtlandkreis arbeitslos gemeldet, 92 weniger als im August. Die Quote von 6,2 Prozent liegt unter dem Landeswert von Sachsen von 7,1 Prozent.
Weniger erfreulich ist der Jahresvergleich. Gegenüber September 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 119 zugenommen, das sind 1,8 Prozent mehr.
Ein Blick auf die Details zeigt: 2.545 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,3 Prozent. Die übrigen 4.242 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 3,8 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 8.040 Personen beziehungsweise 7,2 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im September waren 835 der Arbeitslosen im Vogtlandkreis jünger als 25 Jahre. 2.428 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 36 Prozent aller Betroffenen. 2.561 sind 50 Jahre oder älter. 1.648 haben keinen deutschen Pass, 471 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Vogtlandkreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Vogtlandkreis entspannt: von 7,2 auf 6,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 4,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 6.926 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Vogtlandkreis?
Die Zahl ist gestiegen: 41 Unternehmen meldeten 2024 im Vogtlandkreis Insolvenz an, nach durchschnittlich 28,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Zugleich wurden 58 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Sachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.