Am Arbeitsmarkt in Mittelsachsen hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 9.220 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 365 weniger als im August. Mit 6,0 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Sachsen von 7,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 469 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 5,4 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 3.643 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,4 Prozent. Für die größere Gruppe von 5.577 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 3,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 11.313 Menschen und 7,3 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Mittelsachsen trifft. 1.144 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (112 weniger als im Vormonat), 3.681 sind 50 Jahre oder älter. 3.411 Menschen und damit 37 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.983 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 601 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Mittelsachsen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Mittelsachsen entspannt: von 7,3 auf 5,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 4,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 8.946 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Mittelsachsen?
Die Zahl ist gestiegen: 45 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Mittelsachsen Insolvenz an, nach durchschnittlich 31,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Zugleich wurden 54 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Sachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.