Am Arbeitsmarkt in Esslingen hat sich die Lage im September 2026 spürbar entspannt: 15.050 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 205 weniger als im August. Mit 4,8 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,7 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 296 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 2,0 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 7.548 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,4 Prozent. Für weitere 7.502 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 18.637 Menschen und 5,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Esslingen trifft. 1.525 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (109 weniger als im Vormonat), 5.527 sind 50 Jahre oder älter. 4.232 Menschen und damit 28 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 6.647 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 700 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Esslingen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Esslingen ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,5 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 3,1 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 14.097 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Esslingen?
Auffällig ist die Zahl nicht: 111 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Esslingen entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 101,2 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 542 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.