Arbeitslosenquote in Germersheim im September 2026: spürbar gesunken

Am Arbeitsmarkt in Germersheim hat sich die Lage im September 2026 spürbar entspannt: 3.837 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 81 weniger als im August. Mit 5,1 Prozent liegt die Quote knapp unter dem Landeswert von Rheinland-Pfalz von 5,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 143 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,9 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.930 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,6 Prozent. Für weitere 1.907 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,6 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.574 Menschen und 6,1 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Germersheim trifft. 390 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (51 weniger als im Vormonat), 1.420 sind 50 Jahre oder älter. 1.173 Menschen und damit 31 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.153 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 231 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Germersheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Germersheim ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 4,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,9 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 3,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.657 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Germersheim?

2024 gab es im Landkreis Germersheim 19 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 16,0 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 104 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.