9.823 Menschen waren im September 2026 in Lübeck arbeitslos gemeldet. Das sind 311 weniger als im August. Die Quote lag bei 8,1 Prozent — deutlich über dem Landeswert von Schleswig-Holstein von 5,7 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber September 2025 sind 189 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 1,9 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 3.005 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,5 Prozent. Die übrigen 6.818 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 5,7 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 12.105 Personen beziehungsweise 9,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im September waren 1.026 der Arbeitslosen in Lübeck jünger als 25 Jahre (81 weniger als im Vormonat). 3.745 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 38 Prozent aller Betroffenen. 3.132 sind 50 Jahre oder älter. 2.822 haben keinen deutschen Pass, 487 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Lübeck in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage in Lübeck entspannt: von 9,9 auf 8,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 7,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 10.061 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Lübeck?
Die Zahl ist gestiegen: 46 Unternehmen meldeten 2024 in Lübeck Insolvenz an, nach durchschnittlich 35,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 148 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.