1.587 Menschen waren im September 2026 in Miesbach arbeitslos gemeldet. Das sind 10 weniger als im August. Die Quote lag bei 2,8 Prozent — unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber September 2025 sind 89 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 5,3 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.068 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 1,9 Prozent. Die übrigen 519 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 0,9 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 1.838 Personen beziehungsweise 3,2 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im September waren 156 der Arbeitslosen in Miesbach jünger als 25 Jahre (34 weniger als im Vormonat). 320 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 20 Prozent aller Betroffenen. 683 sind 50 Jahre oder älter. 451 haben keinen deutschen Pass, 110 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Miesbach in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Miesbach bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,7 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,0 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (2,2 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,0 Prozent) liegen 0,8 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.708 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Miesbach?
Auffällig ist die Zahl nicht: 22 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Miesbach entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 24,0 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 203 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.