Am Arbeitsmarkt in Mühldorf a.Inn hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 2.748 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 7 weniger als im August. Mit 3,9 Prozent liegt die Quote knapp unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 62 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 2,3 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.431 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,0 Prozent. Für weitere 1.317 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,9 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 3.228 Menschen und 4,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Mühldorf a.Inn trifft. 354 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 1.024 sind 50 Jahre oder älter. 780 Menschen und damit 28 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 926 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 234 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Mühldorf a.Inn in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Mühldorf a.Inn bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,9 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,8 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,0 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (3,9 Prozent) liegen 0,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 2.665 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Mühldorf a.Inn?
2024 meldeten im Landkreis Mühldorf a.Inn 11 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 14,4 Fälle der fünf Jahre davor. Unter dem Strich kamen 57 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.