Am Arbeitsmarkt in Amberg hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar entspannt: 1.312 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 37 weniger als im Juni. Mit 5,4 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 109 Arbeitslose weniger gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Rückgang von 7,7 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 663 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,7 Prozent. Für weitere 649 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,7 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 1.686 Menschen und 6,8 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Amberg trifft. 149 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 468 sind 50 Jahre oder älter. 383 Menschen und damit 29 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 412 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 122 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Amberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote in Amberg bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 5,6 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 5,9 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (4,2 Prozent) und dem Höchstwert 2016 (5,9 Prozent) liegen 1,7 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.439 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Amberg?
Auffällig ist die Zahl nicht: 9 Unternehmensinsolvenzen 2024 in Amberg entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 8,6 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 29 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.